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Ein Gefahrgut-Gerätewagen für die Löscheinheit Gillrath

Von: g.s.
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Bürgermeister Thomas Fiedler
Bürgermeister Thomas Fiedler (l.) und Stadtbrandinspektor Michael Meyer lobten den neuen Gerätewagen Gefahrgut als hochmodernes Fahrzeug, das dem Wohl und dem Schutz der Menschen diene. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen-Gillrath. Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Geilenkirchen ist stolz auf ihren neuen Gerätewagen Gefahrgut (GWG), der am Samstag offiziell seiner Bestimmung übergeben wurde.

Stationiert im Gerätehaus der Löscheinheit Gillrath-Hatterath, löst das 12-Tonnen-Fahrzeug den inzwischen 23 Jahre alten 3,5-Tonner ab. Kameraden vieler Feuerwehren aus dem ganzen Kreis Heinsberg und aus Stolberg waren zur Übergabe des bereits im Dezember 2011 beim Ausrüster in Bayern in Empfang genommenen GWG gekommen.

Zugführer Thomas Graf weihte Bürgermeister Thomas Fiedler vor Beginn der Feierstunde die Vorzüge des dem Umweltzug der Stadt unterstellten 155.000 Euro teuren Gerätewagen Gefahrgut ein. Auf Basis eines Mercedes-Benz Atego-1226-Fahrgestells verfügt das mit Aufbauten der Firma Hensel versehene Fahrzeug über einen 260 PS-Motor.

Der Aufbau ist unterteilt in einen beidseitig über Rollläden zugänglichen festen Gerätekoffer sowie einer Pritsche mit Plane, die Platz für neun Euro-Paletten bietet. Das Einsatzfahrzeug beinhaltet Dekontaminationsmaterial, Pumpen, Abdicht-Ausrüstung, Ölbindemittel, sechs Chemikalienschutzanzüge, vier Flammschutzanzüge, sieben Handsprechfunkgeräte, drei Pressluftatmer, Mehrgasmessgerät, pneumatische Dekontaminationsdusche mit einem Vorreinigungsbecken, Gefahrgut-Schlauchpumpe, vier „Gully-Eier”, Wassersauger, Windsack mit Stativ, Navigationsgerät, Rückfahrkamera und vielem mehr.

„Mit der Beschaffung dieses modernen Einsatzfahrzeuges konnte eine weitere Vorgabe des Brand­schutzbedarfplanes umgesetzt werden”, sagte der Bürgermeister vor den Gästen. Diesem löschgruppenunabhängigen Fahrzeug komme eine besondere Bedeutung für das gesamte Stadtgebiet zu. Es trage entscheidend dazu bei, die gesetzlich geforderte technische Hilfeleistung, die in den vergangenen Jahrzehnten immer mehr an Bedeutung gewonnen habe, sicherzustellen.

„Bereits seit Jahren reichte der auf dem alten Fahrzeug vorhandene Stauraum nicht mehr aus, um alle notwendigen Ausrüstungsgegenstände unterzubringen”, so der Chef der Stadtverwaltung. Weil außerdem noch die Gewichtsreserve des alten GWG vollkommen ausgeschöpft war, mussten zahlreiche Beladungsteile auf andere Einsatzfahrzeuge gelagert werden. Fast das gesamte Spektrum dieser Ausstattung sei nun von dem neuen GWG übernommen worden.

Thomas Fiedler: „Alle Ausrüstungsgegenstände wurden von unserer Feuerwehr in wochenlanger mühevoller Kleinarbeit in Eigenleistung in das neue Fahrzeug eingeräumt.” Deshalb galt der Dank des Bürgermeisters den Angehörigen der Löscheinheit Gillrath-Hatterath, die für die Pflege des Gerätewagen Gefahrgut verantwortlich zeichnen. Vor diesem Hintergrund seien die 155 000 Euro „nicht zu teuer, sondern gut angelegt”.

Nach der Ansprache von Thomas Fiedler bat Pfarrer Winfried Müller um den Schutz des Heiligen Florian und segnete den neuen Gerätewage. Auch der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Geilenkirchen, Stadtbrandinspektor Michael Meyer, ergriff das Wort: „Wir sehen hier vor uns ein hochmodernes Fahrzeug zur Gefahrenabwehr und -minimierung bei Einsätzen mit chemischen, umweltgefährdenden und gefährlichen Stoffen”. Mit der jetzt von der Stadt übergebenen Technik und Ausrüstung könne die Feuerwehr verbessert gute Arbeit zum Wohle und zum Schutz der Menschen wie auch der Umwelt leisten. Michael Meyer übergab schließlich den Fahrzeugschlüssel an den Führer des Umweltzuges, Thomas Graf, bevor die Übergabe des GWG in geselliger Runde gebührend gefeiert wurde.
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