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Dritte Bürgermeister-Vertretung ist überflüssig

Von: Franz Windelen
Letzte Aktualisierung:

Übach-Palenberg. Der Posten des dritten Bürgermeister-Stellvertreters, bislang von Vera Sarasa (UWG) ausgefüllt, hat sich nach gut drei Monaten in den Augen der CDU/UWG/FDP-Koalitionäre als überflüssig herausgestellt.

Zur Erinnerung: SPD und Grüne hatten sich bereits bei der konstituierenden Sitzung im November aus finanziellen Gründen gegen die Einrichtung des dritten „Vize” ausgesprochen. Auf Antrag der UWG-Fraktion wurde nun die Hauptsatzung der Stadt Übach-Palenberg dahingehend geändert, dass es künftig wieder nur zwei Stellvertreter gibt.

Die UWG begründete ihren Antrag damit, dass Bürgermeister Jungnitsch die meisten Termine selbst wahrnehme. Wie auch die Zahlen belegen: Wolfgang Jungnitsch repräsentierte die Stadt bislang bei 67 Veranstaltungen, der erste Stellvertreter kommt auf 22, der zweite auf sieben und der dritte auf maximal fünf. Wolfgang Jungnitsch erklärte seinen engagierten Einsatz so: „Bürgermeister ist nicht nur Beruf für mich, sondern auch Berufung, ich bin mit Leib und Seele dabei.”

Für Heiner Weißborn (SPD) war die Installation des dritten Bürgermeister-Vertreters in Gestalt von Vera Sarasa „eh nur ein Geschacher um Pöstchen ... und jetzt tun Sie so, als habe die Rücknahme eine gewisse Größe”, kritisierte er UWG-Fraktionsvorsitzende Corinna Weinhold. Ohne diesen Posten, wetterte der SPD-Sprecher, wäre die CDU/UWG/FDP-Mehrheit nie zustande gekommen.

Die SPD werde nicht, wie von der UWG gefordert, auf den zweiten Bürgermeister-Vize verzichten, denn die Gemeindeordnung sehe eindeutig eine Stellvertreter-Mehrzahl vor; die UWG-Vorsitzende hätte sich besser informieren müssen, ehe sie ihre Aussage machte. Der Sozialdemokrat forderte die UWG auf, nach dem ersten auch den zweiten Schritt zu tun und die Aufhebung der drei zusätzlichen Ausschüsse zu beantragen.

Corinna Weinhold wehrte sich gegen die heftigen Vorhaltungen von der Oppositionsbank: „Das sind Unterstellungen, die schon unter die Gürtellinie gehen.” Und sie habe sich sehr wohl im Vorfeld schlau gemacht: „Ein zweiter Bürgermeister ist ohne Weiteres auch rechtlich verzichtbar.” Gerhard Gudduschat brachten die roten Verbalgeschosse auch in Rage: „Bei uns ist zu keiner Zeit um Pöstchen geschachert worden. In der Koalition klappt es hervorragend, auch wenn Ihnen, Herr Weißborn, das nicht passt.”
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