Drei Zirkusse beenden ihre Winterpause

Von: Georg Schmitz
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Michaela Aladin, Madeleine Kas
Michaela Aladin, Madeleine Kaselowsky, Samy Musarie, Dennis Bossle und Antony Kaselowsky (v.r.) freuen sich auf die gemeinsamen Vorstellungen in Geilenkirchen und Übach-Palenberg. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen/Übach-Palenberg. Die Show des Dreifach-Zirkus hat in Geilenkirchen noch nicht begonnen, da heißt es bereits Plakate für den nächsten Gastspielort Übach-Palenberg zu installieren. Einen Zirkus verbinden die Menschen mit Akrobatik und Tierdressuren, Clownerie und unterhaltsamen Darbietungen.

All dies bietet die Zirkusgemeinschaft Aladin-Bossle-Brunselli noch bis Sonntag, 4. März, auf dem Wiesengelände gegenüber TJC-Reisen an der Herzog-Wilhelm-Straße. Die drei Zirkusfamilien haben vor wenigen Tagen ihr gemeinsames Winterquartier in Gillrath verlassen und begeben sich ab sofort wieder mit einem aus rund 50 Fahrzeugen bestehenden Fuhrpark und über 30 Akteuren auf Tour. Nach den gemeinsamen Vorstellungen in Geilenkirchen trennen sich aber die Wege der eigentlich drei unabhängigen Zirkusse.

Als Doppelzirkus Brunselli-Aladin werden zwei Familien in Übach-Palenberg die Menschen unterhalten, während die aus dem Selfkant stammende Bossle-Dynastie weiterzieht.

Das Leben im Wohnwagen ist für die Leute vom Zirkus nicht nur zur Gewohnheit geworden, es bereitet ihnen auch Spaß. Doch bevor die Artisten und Dompteure die Herzen des Publikums erobern können, muss immer jede Menge Arbeit bewältigt werden. Mit vereinten Kräften packen alle nach Ankunft am Gastspielort beim Aufbau mit an. Je nach Untergrund werden für den Aufbau des Zwei-Mast-Zeltes zwischen zwei und vier Stunden benötigt - ohne Bestückung mit Stühlen und Installieren der Beleuchtung. Im Zeitalter von Fernsehen und Internet strömen nicht mehr so viele Menschen zu den Vorstellungen wie vor Jahrzehnten.

Das weiß auch Hans-Joachim Kaselowsky vom Zirkus Aladin. „Wir leben im Winter von dem Geld, was wir im Sommer verdienen und sind für jeden Gast dankbar”, sagt Kaselowsky. Ein Zirkus habe es heutzutage schwerer als früher. Es stünden immer weniger Plätze für die Zirkuszelte zur Verfügung, weil diese oftmals aufgrund von Bebauung anderweitig genutzt würden. Parallel dazu gebe es aber auch immer mehr kleine Zirkusse, die alle überleben wollen. Ein Problem für die kleinen Familienunternehmen seien die sich ständig erhöhenden laufenden Kosten, wozu Platzmiete, Strom, Wasser, Futter für die Tiere, Diesel für die Fahrzeuge, Ausgaben für Werbung und Plakate und, und, und... gehörten.

„Wir zeigen den Besuchern in Geilenkirchen tolle Nummern, jeder Zirkus bringt sich hier mit ein”, blickt Sascha Bügler auf die Manegentage. Das Programm beinhalte Pferde-, Kamel- und Lamadressuren, wie auch Drahtseil- und Trapezakrobatik, Salto-Mortale-Sprünge, Hula-Hupp-Vorführungen, Clownerie und Feuerschlucker. Die Clowns würden auch die Kinder aus dem Publikum mit einbeziehen, und das bringe immer viel Spaß. Während der Pause im zweistündigen Programm können die Zuschauer die Tierschau besuchen und sich die Kamele, Lamas, Ziegen, Ponys, Pferde, Schlangen und das Buckelrind aus der Nähe ansehen.

Am heutigen Samstag finden die Geilenkirchener Vorstellungen des Zirkusfestivals jeweils um 15.30 Uhr, am Sonntag um 14 Uhr statt. Nach Geilenkirchen trennen sich die Wege für den Zirkus Bossle. Von Mittwoch bis Sonntag, 7. bis 11. März, gastiert der Doppelzirkus Aladin-Brunselli zu den gleichen Zeiten wie in Geilenkirchen auf dem Gelände am Wasserturm in Übach-Palenberg.
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