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Drei Ehrennadeln zum Neujahrsempfang

Von: mabie
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Tags vor dem Bürgerempfang 20
Tags vor dem Bürgerempfang 2012 der Stadt Übach-Palenberg nahm Willi Lukas-Nülle (l.) - hier mit Ehefrau Maria-Theresia - aus den Händen von Bürgermeister Jungnitsch seine Ehrennadel der Stadt entgegen.

Übach-Palenberg. Neben der musikalischen Premiere „der Jungnitschs” mit ihrem Lied war die Verleihung der Ehrennadeln der Stadt Übach-Palenberg ein großes Gesprächsthema beim nun 31. Bürgerempfang im PZ.

Die Auswahlkommission aus Vertretern von Kultur, Kirche und Vereinen sowie dem Stadtrat ließ in diesem Jahr gleich drei verdienten Bürgern diese Ehre zuteil werden.

Der erste Träger konnte an diesem Samstagvormittag nicht persönlich an der Verleihung teilnehmen. Grund dafür war für den 77-jährigen Willi Lukas-Nülle nicht nur sein Geburtstag am Tag zuvor. Vielmehr jährte sich am gleichen Tag auch sein Hochzeitstermin mit Gattin Maria-Theresia zum 50. Mal, und das Paar feierte zeitgleich mit dem Bürgerempfang diese goldene Hochzeit im Kreis der Familie. Willi Lukas-Nülle ist von Geburt an auf einem Ohr taub, und auch das zweite Ohr war durch eine schleichende Ertaubung seit nunmehr einem Vierteljahrhundert ohne Hörvermögen.

Dank eines erfolgreichen Eingriffs mit einem Cochlear-Implantat (Innenohrprothese) konnte der jetzt Geehrte aber um 1990 sein Hörvermögen zurückgewinnen. Schon fünf Jahre zuvor gründete er den Verein der Schwerhörigen und Ertaubten Übach-Palenberg und Umgebung, deren Vorsitzender er noch ist. „Willi Lukas-Nülle ist sehr engagiert und setzt sich unbürokratisch für jeden ein, der Pro­bleme mit dem Hören hat. Er begleitet auch Menschen ins Aachener Klinikum, wo er zudem Sprecher der ehemaligen Chochlear-Implantat-Patienten ist”, lobte der Erste Bürger.

Ein Projekt mit zwei tragenden Säulen stand bei den weiteren Ehrennadelträgern der Stadt auf dem Programm. So sind Josef Gerads und Christian Sattelmeyer beide entscheidende Motoren hinter dem Projekt „Spatzenhaus” für den Stadtteil Siepenbusch. „Sich zum Wohle seiner Mitmenschen ehrenamtlich einzusetzen ist nicht selbstverständlich. Aber es ist das, was eine Gemeinschaft, eine Stadt positiv prägt”, sagte der Bürgermeister.

Im drittkleinsten Stadtteil Übach-Palenbergs ist mit dem „Spatzenhaus”, das in Eigenregie unter der Idee von Josef Gerads und Christian Sattelmeyer wuchs, ein vorbildlicher Dorftreffpunkt entstanden. Josef Gerads ist Vorsitzender der Dorfgemeinschaft und kümmert sich um alles, was das Dorfleben attraktiver gestaltet. Dabei geht es um Bingonachmittage, Dorf- und Grillfeste, sonntägliche Frühschoppen oder Feiern zu Ostern und Silvester. „Anfangs war es manchmal schwierig, die geeigneten Räumlichkeiten zu finden, doch dieses Problem hat sich mit dem Bau des Spatzenhauses gelöst”, ergänzte Wolfgang Jungnitsch.

Allrounder und Hausmeister Christian Sattelmeyer ist aus diesem Bau nicht mehr wegzudenken. Er opferte wie schon Josef Gerads und die gesamte Dorfgemeinschaft viel Zeit und Geld, um das Ziel des eigenen Dorfzentrums zu erreichen. Ein Riesenlob in diesem Zusammenhang kam auch vom Komitee des Kreiswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft”, bei dem Siepenbusch die Auszeichnung „Silberdorf” erhielt, die an diesem Vormittag nun auch offiziell überreicht wurde. „Der starke Halt und die Gemeinschaft sorgen dafür, dass dort eine anheimelnde Atmosphäre entsteht. Christian Sattelmayer ist stets bemüht, den guten Zustand des Dorfhauses zu erhalten”, schloss der Bürgermeister, „und Josef Gerards hat noch viele Zukunftspläne für die Dorfgemeinschaft.”
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