Geilenkirchen - Dirt-Bike-Anlage: Akrobatische Sprünge von neuer Steilkante

Dirt-Bike-Anlage: Akrobatische Sprünge von neuer Steilkante

Von: Georg Schmitz
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Markus Kaumanns, Heinz-Jürgen
Markus Kaumanns, Heinz-Jürgen Coenen, Bürgermeister Thomas Fiedler und Birgit Gerhards (zwischen den Dirt-Bikern) nehmen mit Freude die Neugestaltung der Dirt Bike Anlage im Wurmauenpark zur Kenntnis. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. „Mit Musik kann man sich besser auf die Sprünge konzentrieren”, macht Tim Schreiter (15) am Samstag bei der Wiedereröffnung der Dirt-Bike-Anlage dem unbedarften Beobachter klar. Die dumpfen Bässe aus den Lautsprechern, die so manchem Zuschauer den Magen umdrehen, gehören offensichtlich dazu, lernt auch Bürgermeister Thomas Fiedler.

Noch mehr „Weisheiten” erfahren der Erste Bürger der Stadt sowie die Jugendamtvertreter Birgit Gerhards und Markus Kaumanns von den drei Dutzend Fahrrad-Artisten, die am Samstagmittag zur Einweihung der modifizierten Dirt-Line erschienen waren: Dirt-Biker sind keine Frühaufsteher, 12 Uhr für die Eröffnung der Anlage sei eigentlich nicht der richtige Zeitpunkt, heißt es. „Die Übach-Palenberger kommen erst heute Nachmittag”, war sich Florian Krell sicher.

Die im Umland wohl einmalige Dirt-Bike-Anlage auf der naturnahen Seite des Wurmauenparks wird mittlerweile nicht nur von sprungbegeisterten Radsportlern aus Geilenkirchen genutzt. Auch aus Baesweiler, Übach-Palenberg, Heinsberg und selbst aus Aachen reisen die jugendlichen Dirt-Biker mit dem Zweirad an.

Es mögen so um die 50 Dirt-Biker sein, die regelmäßig hierher kommen, wobei die Jüngsten so um die 14 Jahre alt sind. Aber Olaf B. fand erst mit 35 Jahren seine Passion für die gewagten Sprünge über die Hügel. „Das ist einfach cool”, sagt er, und erst im letzten Jahr habe er sich ein Dirt Bike zugelegt. Früher sei er zwar schon Mountainbike gefahren, aber das hier sei doch eine Nummer größer und eine gute Abwechslung zum Alltag.

Nun haben die Jungs in den vergangenen Monaten die Veränderung der städtischen Dirt-Line selber in die Hand genommen, nachdem die ursprüngliche Anlage Fehler aufwies. Unterstützung fanden die Jugendlichen dabei in Heinz-Jürgen Coenen vom Bauamt der Stadt Geilenkirchen, der die Wünsche und Anregungen der Jugendlichen in die Planung für die Erneuerung aufnahm und bei der Eröffnung am Samstag ebenfalls zugegen war.

Bürgermeister Thomas Fiedler war begeistert über so viel Engagement der Jugend: „Hier haben die Dirt-Biker selber zum Werkzeug gegriffen und ihre Anlage nach ihren Vorstellungen gestaltet.” Fiedler brachte seinen Wunsch zum Ausdruck, dass die Jugendlichen auch künftig einiges selber in die Hand nehmen. Florian Krell, Tim Schreiter und all die anderen Dirt-Biker zeigten den Zuschauern ihre akrobatischen Sprünge in der strohtrockenen Hügellandschaft. „Trockener Boden ist gut, aber derzeit staubt es sehr stark”, zeigt Florian Krell auf die Hügel.

Die Jungs haben einige der alten Hügel entfernt, so dass die Sprünge weiter auseinander liegen. Das habe den Vorteil, dass zwischen den Sprüngen Anlauf genommen werden kann. Neben einem neuen „Drop”, bei der der Biker von einer Steilkante springt, wurde am Ende des Parcours eine Steilkurve - quasi als Wendehammer - eingebaut. So ist eine durchgehende „Fahrt” von der linken über die rechte Seite bis zum Ausgangspunkt möglich.

Zur Belohnung für die Initiative spendierten der Bürgermeister und Uwe Wemheuer von der „Brat Marie” Würstchen und Getränke für Dirt Biker und Zuschauer.
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