Geilenkirchen/Übach-Palenberg/Gangelt - Die technische Ausrüstung hat sich bereits bewährt

Die technische Ausrüstung hat sich bereits bewährt

Von: Gerard Peters
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feuerwehr bild
Feuerwehrleute bei Großrand: Der vierlagige Schutzanzug schirmt die Einsatzkräfte auch vor Kälte ab, links zwei Schlauchkoffer mit ausgerollten C-Schläuchen. Mit einem Durchmesser von 42 bzw. 52 Millimetern transportieren sie 100 bzw. 200 Liter Löschwasser in der Minute. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen/Übach-Palenberg/Gangelt. Die Freiwilligen Feuerwehren können auch extremen Minustemperaturen trotzen. Das hat eine Umfrage bei Stadtbrandinspektor Michael Meyer (Geilenkirchen), Stadtbrandinspektor Friedel Mannheims (Übach-Palenberg) und Gemeindebrandinspektor Günter Paulzen (Gangelt) ergeben.

Danach haben sich persönliche Ausstattung und die technische Ausrüstung auch in diesem äußerst frostigen Winter bewährt.

Der vierlagige Feuerwehr-Schutzanzug, zu dem grobstollige Stiefel und dicke Schutzhandschuhe getragen werden, „bietet auch bei dieser Witterung perfekten Schutz”, berichtet Mannheims. Das dickere Textilmaterial sei „sehr gut gegen Kälte”, ist auch die Erfahrung von Paulzen. Und die Flammschutzhauben, so der Gemeindebrandinspektor, „wärmen auch die Ohren”.

Die Haube wird in der Regel in Kombination mit dem schwerem Atemschutzgerät und unter dem regulären Feuerwehrhelm getragen. Sie ist aus feuerfesten und hitzebeständigen Fasern, um den Träger vor Verbrennungen am Hals, im Nacken und an den Ohren zu schützen.

Auch nach Meyers Erfahrung haben die Feuerwehrleute nicht unter der Kälte gelitten. „Keiner hat sich beklagt”.

Die Fahrzeuge haben die Bewährungsprobe ebenfalls bestanden, ist das einhellige Urteil. Die Kfz sind durchweg mit M+S-Reifen oder mit grobstolligen Geländewagenreifen ausgestattet. Und wie Löschwasser vor dem Gefrieren bewahrt wird, „das weiß man”, sagt Mannheims. Und bei laufendem Motor kann, so Paulzen, bei den Löschfahrzeugen die Wassertankheizung eingeschaltet werden.

Auch mit den Fahrzeugbatterien hat es - bis auf den normalen Verschleiß - keine Probleme gegeben. Im Einsatz nicht versagt hat auch das Löschgruppenfahrzeug (LF) 10/6 der Löschgruppe Breberen. Dass es sich hier um ein Gebrauchtfahrzeug mit neuem Aufbau handelt, hatte den Unmut von Kreisbrandmeister Karl-Heinz Prömper erregt. Er zweifelt die Alltagstauglichkeit solcher Fahrzeuge an. Doch laut Paulzen sind „die Breberner Kameraden sehr zufrieden”. Mit dieser kostengünstigeren Beschaffung habe die Gemeinde „keinen Fehler gemacht”.

Das LF 10/6 ist das kleinste genormte Löschgruppenfahrzeug, es wird von einer neunköpfigen Löschgruppe bemannt. Es verfügt über einen Wassertank mit einer Feuerlöschkreiselpumpe, hat zudem Schaummittel und eine Steckleiter an Bord.

Keinen Ausfall bei den Gerätschaften meldet auch Meyer. Dass beim Großbrand eines Hauses in der Geilenkirchener Lessingstraße einige C-Schläuche gefroren seien, sei „normal”.

Seit Neujahr wurde die Gangelter Feuerwehr neun Mal alarmiert. Größter Einsatz war auf einem Bauernhof in Schierwaldenrath. Nach einem Wasserrohrbruch kam es zu einem Kurzschluss, wodurch wiederum ein Brand entstand. Ein paar Kälber kamen in den Flammen um.

Auch die Feuerwehr Übach-Palenberg meldet ein „hohes Einsatzaufkommen” seit Silvester. Es brannte „etwas mehr”, berichtet Mannheims. Ursachen waren meist provisorische Heizungsanlagen wie stromgetriebene Radiatoren oder Gasheizungsgeräte, die wegen zu langer Laufzeiten überhitzten. Wasserrohrbrüche waren „ein ganz großes Problem”.

In Geilenkirchen war die „Einsatzhäufigkeit eigentlich unspektakulär”, sagt Meyer. So musste die Wehr bislang nur zu zwei Wasserrohrbrüchen ausrücken. „Das wundert mich eigentlich”, sagte er in der Rückschau. Auch als Tierretter waren die Wehrleute tätig. So bargen die Übach-Palenberger einige Jungschwäne auf Teichen. Die entkräfteten Tiere werden jetzt in Frelenberg „aufgepäppelt”. Gerettet wurde auch eine Ente aus einem Springbrunnen. Die Geilenkirchener befreiten einen Greifvogel aus einer Antenne. Auch waren angeblich Schwäne eingefroren.

„Alles ist normal gelaufen”, lautet Paulzens Fazit nach der Kältewelle. Die Wehrleute, das bestätigt auch Meyer, seien zudem der Straßenglätte entsprechend nach der Alarmierung „vorsichtig gefahren” und „sicher angekommen”. Der Gemeindebrandinspektor: „Ich habe es lieber, dass die Leute auch ankommen.”
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