Geilenkirchen - Die Menschen lockt es nach wie vor in die Sonne und in den Schnee

Die Menschen lockt es nach wie vor in die Sonne und in den Schnee

Von: Andrea Schever
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Ab in den Schnee! heißt bei vielen Bürgern in der Region nach wie vor, Konjunkturkrise hin oder her, die Urlaubsdevise. Foto: ddp

Geilenkirchen. Trotz der vielen Unsicherheiten, die die Wirschaftskrise mit sich bringt, gönnen sich viele Bürger weiterhin einen Urlaub. Sie wollen nicht darauf verzichten, Sonne satt im weißen Sand zu tanken oder durch meterhohen Schnee in den Ski-Gebieten zu stapfen. Das hat eine Umfrage bei Reisebüros und -veranstaltern in Geilenkirchen, Übach-Palenberg und Gangelt ergeben.

Obwohl man aufgrund der allgemeinen Sparsamkeit einen starken Einbruch der Buchungszahlen vermuten könnte, werden weiterhin zufriedenstellende Zahlen verzeichnet. Denn nicht nur der Schnee vieler Skiorte lockt die Urlauber, sondern vor allem die warme Sonne der Mittelmeerländer. Egal ob Türkei oder Spanien, Reisende suchen dieses wie letztes Jahr die Wärme des Südens.

Veränderungen im Reiseverhalten nehmen die Reisebüros dennoch wahr: „Es wird später gebucht als zuvor”, bemerkt Ralf Giesen von „Selfkant Reisen” in Geilenkirchen. Dies begründet er mit der Verunsicherung der Kunden durch die Wirtschaftskrise, obwohl Frühbucher immer noch deutlich sparen können. Zudem fiele auf, dass deutlich weniger Kunden zu Pauschalreisen greifen. Der Trend ginge mehr und mehr zur Individualisierung, was bedeutet, dass der Flug bei einer Billig-Airline gebucht wird anstatt ihn im gegebenenfalls kostspieligeren Gesamtpaket zu kaufen.

Ein weiterer Unterschied in den Buchungen besteht auch darin, dass anstatt eines günstigeren Aufenthaltsortes einfach die Urlaubszeit verkürzt wird. So „verbringen viele Urlauber nur zehn anstelle von 14 Tagen” an ihrem Reiseziel, um sich trotz der hohen Kosten den Urlaub zu gönnen, erklärt Petra Offermanns vom Reisebüro „Holiday” in Übach-Palenberg. Ebenso achten immer mehr Reisende darauf, ob sie ihr Reiseziel mit dem eigenen Auto erreichen können.

Diese Eigeninitiative käme immer mehr zum Vorschein, was dann vor allem nahegelegene Urlaubsgebiete wie Österreich, Niederlande oder Belgien wieder interesant werden lässt. Im Bereich der Busreisen sind ebenfalls kaum Unterschiede zu verzeichnen. Die typischen Ziele wie Südtirol, Österreich, Gardasee oder Erzgebirge werden immer noch gerne angesteuert, sagt Bernadine Drießen von HD-Reisen, Gangelt-Birgden. „Im Großen und Ganzen sind die Zahlen gleich geblieben”, so die Frau des Inhabers Herbert Drießen.

Diese Kontinuität liegt wohl daran, dass rund 80 Prozent der busreisenden Kunden Rentner sind, die das Geld für diese Reisen im Gegensatz zu Familien oft noch haben. Die Reisezeiten begrenzen sich jedoch nicht nur auf die Ferien, sondern ergeben sich für viele in diesem Jahr auch mit Hilfe weniger gutgesetzer Brückentage.

Ein anderer Grund, „das Weite zu suchen”, seien, so meint Petra Offermanns, die Karnevalstage. Denn viele fliehen vor dem närrischen Trubel. Dabei sei das Ziel egal. Ob es nun auf die Kanarischen Inseln oder an die Strände Ägyptens geht, für die Leute gilt: „Hauptsache ins Warme”.
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