Die Hilfe des THW soll Brücken bauen

Von: Markus Bienwald
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Ausbilder Thorsten Engels (r.) übt mit den Jugendlichen von der THW Jugend in Ubach-Palenberg eine Hilfsmaßnahme. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Hilfe soll Brücken bauen: Bei der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) ist das sogar wörtlich zu nehmen. Denn mit Pumpen, Stromversorgung und dem Bau von Brücken kennen sich die Frauen und Männer in den „Blaumännern” bestens aus.

„Wir helfen gerne auch der Feuerwehr”, steht sogar auf einem inoffiziellen Aufkleber zu lesen. Und so falsch ist das gar nicht, auch wenn es vielleicht eher augenzwinkernd gemeint ist. Die vom THW in der Ortsgruppe Übach-Palenberg, neben Hückelhoven und Erkelenz im Nordkreis übrigens die einzigen im Südkreis des Kreises Heinsberg, wissen das ganz genau.

In einem Gespräch mit Stephan Frambach haben wir Gelegenheit, etwas tiefer in die Materie einzutauchen. „Das THW ist eine Organisation, die zu 99 Prozent aus Ehrenamtlern besteht”, erklärt er.

Nur ein Prozent ist auf Verwaltungs- und Geschäftsführerebene hier hauptberuflich tätig, der Rest opfert seine Freizeit für die Hilfe am Nächsten. Und das ist nicht wenig Zeit, die für die nötigen Stunden im Dienst des THW „draufgeht”. „Jeder, der beim THW aktiv ist, muss minimal zwölf Dienste zu je zehn Stunden absolvieren”, sagt Frambach. Urlaub gibt es nicht, die Stunden sind nachzuholen oder vorzuarbeiten.

Wie das schon bei den Jüngsten geht, zeigt ein Blick auf die Jugendgruppe des THW in Übach-Palenberg. Bei Übungsstunden auf dem Gelände an der Werkstraße ist Thorsten Engels, der selbst aus der Jugendgruppe in den aktiven Dienst des THW gewechselt ist, Ausbilder. Er zeigt den aktuell 30 Jugendlichen, die im Förderverein für die Jugend tätig sind, wie richtig angepackt und gebaut wird. Und die mindestens zehn Jahre jungen Mädchen und Jungen zeigen, dass sie es drauf haben, dass sie die Zähne zusammenbeißen und mit Technik und Teamwork gemeinsam Hilfen bauen können.

„Bundesweit sind rund 15300 Kinder und Jugendliche in 665 Jugendgruppen organisiert”, ergänzt Stephan Frambach die beeindruckende Vorführung. Und die Nachfrage nach einem Dienst beim THW in Übach-Palenberg ist riesig, unter Umständen, gibt Frambach offen zu, kann es zu einer Warteliste kommen.

Bei den „Senioren”, also den jungen Erwachsenen, sieht es etwas anders aus, da wird noch gesucht. Dennoch ist die Abteilung hier bestens bestückt. Die Ausrüstung stimmt, die Ausbildung ohnehin und die Auslastung ist auch gut. „Ruhrmarathon, Badewannenrennen auf der Wurm oder auch die Hilfe bei der Brandweer in Limburg-Zuid”, erinnert sich Stephan Frambach an verschiedene Einsätze der Männer und Frauen aus Übach-Palenberg. Dazu wurde auch beim Stromausfall im Dürener Krankenhaus und beim Hochwasser in Polen technische Hilfe geleistet.

„Unsere Freizeit für Ihre Sicherheit”, fasst Frambach abschließend Sinn und Ziel des freiwilligen Dienstes im THW zusammen. Und damit baut er sicherlich auch ideelle Brücken zu den vielen anderen freiwilligen Hilfsorganisationen.
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