Übach-Palenberg - Die Geschichte wird lebendig

Die Geschichte wird lebendig

Von: Markus Bienwald
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Hans Hansen (l.) erwies sich bei der Führung durch die weiße Frelenberger Pfarrkirche an der Annabergstraße als kompetenter Gesprächspartner. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Schlossherren, Kumpel unter Tage und Geistliche: diese Menschen hatten am „Tag des offenen Denkmals” eines gemeinsam. Ihre ehemaligen oder auch noch ganz aktuellen Wirkungsstätten waren in der ehemaligen Bergbaugemeinde öffentlich zugänglich.

Menschen von heute konnten so in die Arbeits- und Lebenswelten von damals eintauchen. Und da gehörte ein Blick in das Kämmerlein einer Schlossdame wie im altehrwürdigen Schloss Zweibrüggen in Übach-Palenberg, die zur Legende gewordene Zeitgeschichte der Kumpel, die unter Tage das „Schwarze Gold” förderten, wie beispielsweise in der ebenfalls in Übach-Palenberg angesiedelten Gewerkschaft „Carolus Magnus”, oder auch ein Blick hinter die dick gemauerten Kulissen der christlichen Werte, beispielsweise in der im Volksmund „Karlskapelle” getauften St. Petruskapelle in Palenberg, einfach dazu.

Die aus der zweiten Hälfte des elften Jahrhunderts stammende Kapelle zeigte, was hinter ihren dicken Mauern steckt. Im ebenfalls geöffneten ehemaligen Verwaltungsgebäude und heutigen Carolus-Magnus-Centrum der Zeche wurde Zeitgeschichte anhand von Führungen sehr lebendig. Ein weiteres Zentrum beim Denkmaltag in Übach-Palenberg war selbstverständlich auch das Schloss Zweibrüggen. Nicht nur die angebotenen kulinarischen Genüsse zogen die Gäste an, sondern auch eine gelungene Programmmischung mit Musik und Kultur. Mit Werken der Künstler Kiki Bragard, Ute Thalheim und Michel Walgreve kam zudem die oft im Schloss beheimatete künstlerische Seite nicht zu kurz.

Ganz in Weiß und mit einem wunderschönen alten Weg den Berg hoch zeigte sich auch die alte Frelenberger Pfarrkirche an der Annabergstraße von ihrer besten Seite. Zunächst bestand sie aus einem einfachen, kleinen Saalbau, der im 17. Jahrhundert nach Westen verlängert wurde und den Glockenturm einschloss. Im 19. Jahrhundert folgten dann die Erweiterungen nach Osten um Chor und Sakristei, wo Hans Hansen als kompetenter Führer gerne bereitstand. Abgerundet wurde das Spektakel noch durch die „Via Belgica”. Diese Linie durch das Stadtgebiet markiert eine uralte Heerstraße der alten Römer, die auf fünf Kilometern auch durch das heutige Stadtbild von Übach-Palenberg führt. Richard Riediger und Matthias Zavrtak brachten mit ihren rund einstündigen Führungen Leben zurück auf die alte Heerstraße.
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