Geilenkirchen - Die Bahn nach Heinsberg bringt auch lange Schließzeiten

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Die Bahn nach Heinsberg bringt auch lange Schließzeiten

Von: g.s.
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Am Bahnübergang Lindern werden alsbald Vollschranken und auf der Thomashofstraße eine Abbiegespur Richtung Würm eingerichtet. Bei geschlossener Schranke gibt es eine Ableitung.

Geilenkirchen. Die Deutsche Bahn AG hat die Konzeption zur Neugestaltung des Bahnübergangs Lindern vorgestellt. Aber vor der Wiedereinführung des Personenzugbetriebs zwischen Geilenkirchen-Lindern und Heinsberg sind nicht nur Bauarbeiten an den Gleisanlagen der DB, sondern auch im Straßenbereich notwendig.

So werden unter anderem auch die Halbschranken am Bahnübergang durch Vollschranken mit Gitterbehang ersetzt. „Vor Inbetriebnahme des Personenverkehrs sind größere Baumaßnahmen mit Elektrifizierung der Strecke notwendig“, gab Tilman Preisler von Projektmanagement der Deutschen Bahn zu bedenken. Dabei würde die DB auch auf Wünsche der Stadt Geilenkirchen eingehen, was die Gestaltung der Straßenführung angehe.

Man habe gemeinsam drei Varianten erstellt, wovon eine in die konkrete Planung gegangen sei. Andreas Vollmer vom Ingenieurbüro Bung stellte diese jetzt auch im Ausschuss für Bauen und Umwelt vor. Im Wesentlichen geht es hierbei um eine Aufweitung der Thomashofstraße unter Einbeziehung eines vorhandenen Seitenstreifens, um eine dritte Fahrspur zu schaffen. „Dank dieser Abbiegespur kommt es nicht mehr zu einem Rückstau, und die aus Richtung Randerath kommenden Fahrzeuge können nach rechts Richtung Würm abbiegen“, erklärte Andreas Vollmer. Wegen Grunderwerbsfragen sei eine Aufweitung der Leiffarther Straße derzeit nicht möglich. Die Planungen für diese „Variante A“ besagen allerdings, dass die Autofahrer aus Richtung Würm bei geschlossener Schranke durch ein Gebotszeichen „zwingend nach links geleitet werden“, so Vollmer. Das bedeute, dass die aus dieser Richtung kommenden Autofahrer nicht in der Leiffarther Straße vor der Schranke warten dürfen, bis diese wieder öffnet. Damit werde es in Zukunft nicht mehr zu Rückstaus in der Leiffarther Straße kommen.

Auf die Frage nach längeren Schließzeiten in Folge der geplanten Maßnahmen sagte Tilman Preisler: „Ja, es wird nach Einrichtung der Vollschranken zu längeren Schließzeiten kommen, von zusätzlichen 70 bis über 100 Sekunden pro Zug, je nach Verkehrszeit.“ Nach einer ersten Prognose, könnten die Schranken zu den Hauptverkehrszeiten bis zu 24 Minuten innerhalb einer Stunde geschlossen sein.

Erster Beigeordneter Hans Hausmann nannte Zahlen aus seinen Recherchen: „Wenn die Strecke Lindern-Heinsberg demnächst befahren wird, ist im Zeitraum von 7 Uhr morgens bis 18.30 Uhr eine Schließzeit von fünf Stunden und zehn Minuten prognostiziert“, das habe die Stadt ermittelt. Der DB-Manager räumte ein, dass die Schranken – bedingt durch die technische Anpassung – länger geschlossen blieben. Er gehe davon aus, dass die Vollschranken wie auch die baulichen Maßnahmen an der Straße gegen Ende Mai abgeschlossen sein werden; die Planungen würden zügig abgestimmt. Denn „der Zug in Richtung Heinsberg kann erst fahren“, hielt Hans Hausmann fest, „wenn die Maßnahmen fertig sind.“

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