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Der Versorger für rund 3000 Gaskunden bleibt die EWV

Von: Wilfried Rhein
Letzte Aktualisierung:
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Im Übach-Palenberger Wurmtal sind zur Vorbereitung zukünftiger Wasserflächen (Mäander) Erdgasleitung tiefer gelegt worden. Der Auftraggeber, Konzessionsnehmer EWV (Stolberg), ist nun auch für die kommenden 20 Jahre Gas-Vertragspartner der Stadt.

Übach-Palenberg. Die Stadt Übach-Palenberg hat ihre Erdgas-Konzession erneut an die Energie- und Wasser-Versorgung GmbH (EWV, Stolberg) vergeben. Der Stadtrat hatte nach einem Auswahlverfahren so entschieden.

Den Konzessionsvertrag unterzeichneten jetzt Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch, der Fachbereichsleiter Stadtentwicklung Helmut Mainz sowie EWV-Geschäftsführer Manfred Schröder nach Informationen des Unternehmens jüngst im Übach-Palenberger Rathaus.

Wichtige Planungssicherheit

Die EWV, hieß es, habe sich gegen mehrere Bewerber durchsetzen können. „Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die EWV für Übach-Palenberg ein kompetenter Partner für die Erdgasversorgung ist. Ich bin sicher, dass mit diesem Vertragsabschluss mit der EWV für die nächsten 20 Jahre den Bürgerinnen und Bürgern weiterhin eine zuverlässige Erdgasversorgung bereitgestellt wird“, sagte Verwaltungschef Wolfgang Jungnitsch.

Der erste Abschluss eines Erdgas-Konzessionsvertrags datiert zurück auf den 17. März 1972. Für EWV-Geschäftsführer Manfred Schröder bedeutet der aktuelle Abschluss wichtige Planungssicherheit für künftige Investitionen: „Wir freuen uns sehr, dass wir mit unseren Leistungen und Angeboten überzeugen konnten und die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Stadt Übach-Palenberg fortsetzen können. Die Vertragslaufzeit von 20 Jahren ermöglicht es uns, den Netzausbau in den kommenden Jahren weiter voranzutreiben.“

Das Erdgasnetz der Stadt Übach-Palenberg umfasst derzeit eine Gesamtlänge von 35 Kilometern. Insgesamt gibt es im Stadtgebiet mehr als 3000 Anschlüsse. Erst im Sommer hatte der Energieversorger im Übach-Palenberger Wurmtal investiert, um rund 160 Meter Erdgastransportleitung tiefer zu legen.

Planung und Bau des Netzes

Der Konzessionsvertrag regelt den zukünftigen Betrieb des Erdgasnetzes. Dieser umfasst unter anderem die Planungen und den Bau des Netzes sowie die Verlegung neuer Hausanschlüsse. Eine Facette des Abkommen heißt auch, dass die EWV in den nächsten 20 Jahren das Recht besitzt, die öffentlichen Flächen, Straßen und Wege der Stadt für den Betrieb und die Erweiterung des Erdgasnetzes zu nutzen. „So können die Menschen in Übach-Palenberg von einer effizienten Erdgas-Versorgung profitieren“, bewertet das regionale Unternehmen die Zukunft auf diesem Sektor.

Profitieren sollte aber auch die Stadt Übach-Palenberg von der langfristigen Vereinbarung. Kämmerer Björn Beeck indes dämpft all zu hohe Erwartungen: „Gestaltungsspielräume bei der Neuvergabe von Konzessionen sind fast gleich Null.“ Was bei der Stadt „ankommt“, ist grundsätzlich abhängig vom Umsatz seitens des Konzessionsnehmers. Bei der Ware Strom gibt es sogar markante Schwankungen, weiß der Kämmerer, „beim Gas ist es stabiler“.

Die Höhe der Konzessionsabgabe, was also in die Stadtkasse kommt, ist gesetzlich geregelt. Die Formel lautet Verbrauchsmenge in Kilowattstunden (kWh) multipliziert mit dem gesetzlich verfügten Erlös in Euro und Cent (€/kWh). Verändernden Einfluss auf diese Formel, bestätigt Björn Beeck, haben weder Kommune noch, in diesem Fall, EWV. Der Kämmerer errechnet aus diesem Vertrag rund 35.000 Euro jährliche Einkünfte für die Stadt.

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