Geilenkirchen - Der „Runde Tisch für Senioren” wird wieder aktiviert

Der „Runde Tisch für Senioren” wird wieder aktiviert

Von: Georg Schmitz
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Gemeindesozialarbeiterin Nicole Abels-Schell hat die Reaktivierung des „Runden Tisch Altenarbeit” zu einem Schwerpunkt ihrer Arbeit gemacht. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Nicole Abels-Schell möchte den „Runden Tisch Altenarbeit” in Geilenkirchen wieder aufleben lassen. Die Gemeindesozialarbeiterin des Caritas-Verbandes der Region Heinsberg übernahm am 1. September 2008 die Aufgaben, die zuvor Ute Wallraven-Achten inne hatte.

Letztere hatte 2002 den „Runden Tisch Altenarbeit” initiiert, mit dem Ziel Seniorinnen und Senioren Möglichkeiten zur Ausgestaltung des Alltagslebens aufzuzeigen und sich ihrer Probleme anzunehmen.

Nicole Abels-Schell ist für den viele Sachgebiete umfassenden Caritas-Fachdienst „Gemeindesozialarbeit” zuständig - und zwar in 17 Pfarrgemeinden in Geilenkirchen und Übach-Palenberg. Außer Abels-Schell decken drei weitere Kräfte für den Caritas-Verband die sozialen Bereiche in den anderen Teilen des Kreises Heinsberg ab.

„Wir bieten Unterstützung und Beratung rund um das umfangreiche Thema Soziales innerhalb der Pfarrgemeinden”, erklärt die Sozialarbeiterin. Sie legt aber Wert auf die Feststellung, dass nicht nur die Katholiken ihre Hilfe in Anspruch nehmen können, wie schon einmal fälschlicherweise angenommen werde. „Wir begleiten alle Konfessionen nach unserem christlichen Leitbild”, macht Nicole Abels-Schell klar.

Nachdem Ute Wallraven-Achten 2006 zum Integrationsfachdienst wechselte, ruhte der „Runde Tisch Altenarbeit” eine Weile. Nicole Abels-Schell möchte ihn nun aktivieren und hatte deshalb bereits Ende 2008 Vertreter aus Politik, haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter in der Altenarbeit und an Seniorenarbeit interessierte Menschen zu einem Austauschgespräch in den Pavillon des Mutter-Teresa-Wohnheims nach Bauchem eingeladen.

„Dort kamen wir überein, dass zunächst die Öffentlichkeitsarbeit ausgebaut werden muss, um unsere Ziele zu erreichen”, geht Nicole Abels-Schell auf das erste Treffen ein. Es solle sich ein Forum für den Austausch und die Weiterbildung von Menschen konstituieren, die sich für Altenarbeit interessieren.

„Wir wollen hinschauen, ob Missstände vorhanden sind, und dann daran arbeiten, diese zu beseitigen”, weist Abels-Schell auch auf einen sozialen Aspekt ihrer Arbeit hin. „Das Wohl und die Bedürfnisse der alten Menschen liegen uns am Herzen”, umreißt Abels-Schell, die auch im kreisweiten Gremium „Senioreninitiativen” den „Runden Tisch Altenarbeit” Geilenkirchen vertritt, eines der Ziele.

Sie möchte den „Interessenkreis” Altenarbeit vergrößern und ehrenamtliche Gruppierungen und Wohlfahrtsverbände sowie Seniorenheime mit ins Boot nehmen. Alle sollten sich Gedanken darüber machen, welche Angebote für Seniorinnen und Senioren akzeptabel sein können. „Ich stelle mir derzeit die Fragen: Reichen die jetzigen Angebote? Sind sie noch zeitgemäß? Was brauchen wir an zusätzlichen Angeboten.”

Ausflüge und Exkursionen für ältere Mitbürger gebe es viele, aber oftmals könnten die Senioren diese nicht bezahlen, weil sie zu teuer seien. „In Geilenkirchen mangelt es an geeigneten Räumlichkeiten. Wo etwa sollten wir eine größere Seniorenveranstaltung durchführen?”, fragt sich Nicole Abels-Schell.

Als ein positives Beispiel nannte sie das Demenz-Cafe in Waldenrath, aber: „Wie kommen die Geilenkirchener dahin?”. Das Forum müsse ganz konkret schauen, wo es Bedarf gebe und was Senioren wollen. Nicole Abels-Schell: „Wir müssen mit den Menschen reden und uns für sie einsetzen”. Man dürfe nicht vom Schreibtisch in die Theorie gehen, sondern die Bedürfnisse der älteren Menschen vor Ort erfragen.
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