Selfkant-Saeffelen - Der Kirchenchor gibt sich „mozärtlich”

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Der Kirchenchor gibt sich „mozärtlich”

Von: sche
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Selfkant-Saeffelen. Das Dorfkonzert „Saeffelen musiziert” ist noch entwicklungsfähig. Im 11. Jahr seines Bestehens ist auch die Aufnahmebereitschaft in der Bevölkerung gewachsen.

Bekanntlich soll man das Eisen schmieden, so lange es heiß ist. Nur einmal im Jahr tun sich die musizierenden Vereine im Saal Wolters zu einem imposanten Defilé zusammen, immer dabei Kirchenchor und Musikverein, alle zwei Jahre das Trommler- und Pfeiferkorps als dritte Größe.

Ihre Leistungsfähigkeit ist so groß geworden, dass jeder für sich ohne weiteres einen ganzen Abend bestreiten könnte. Das alles erlebte Bürgermeister Herbert Corsten an der Spitze der vielen Ehrengäste mit großer Genugtuung, ist es ihm doch darum zu tun, den ganzen Selfkant mehr in den Mittelpunkt zu rücken. Da er bei der letzten Wahl in Saeffelen die meisten Stimmen errang, steht ihm der Ortsteil besonders nahe.

Der Kirchenchor, auch die Luzianer genannt, ist ein Ad-hoc-Verein, wie er im Buche steht, kirchlich oder weltlich ist er stets zur Stelle. In jüngster Zeit absolvierte er drei Auftritte von maßgeblicher Bedeutung. Das ist nicht zuletzt seinem Dirigenten zuzuschreiben.

Karl Mobers bezeichnete sich in Anspielung auf seine Krawatte als schwarzes Schaf, das man bei den Hammelbeinen packe, wenn was schief gehe. Aber damit konterkarierte er genau die lange, stete Erfolgsgeschichte seines ausgeglichenen, standfesten Chores, dem wieder breiteste Bewunderung zuteil wurde.

„Nicht schlecht” kam aus berufenem Munde und bedeutete mindestens gut bis sehr gut, namentlich für die A-Cappella-Beiträge, die am allerbesten eine Leistungsmessung ermöglichen.

Zur Abwechslung gab sich der Chor „mozärtlich” und drückte damit größte Bewunderung für das einsame Genie Mozart aus. Es ist verwunderlich, dass sonst noch niemand auf diese Idee der Kennzeichnung für Mozarts Werke gekommen ist.

Ein ganzes Füllhorn an höchst standardisierten Werken schütteten Chor und Dirigent aus, nachdem Lorenz Maierhofer durch seine Bearbeitungen ihnen dazu die Möglichkeit geboten hatte.

Auch die anderen Namen sprachen für sich: Händel, Haydn, aber auch Johann Jeep, der auch keinen Unterschied in der „Musica, der ganz lieblichen Kunst” machte, ob sakral oder profan. Das Lob auf die Musik stand generell im Vordergrund. Das andere Augenmerk richtete man auf die gute Laune, die Zugabe eingeschlossen, dem Chor ging der Stoff nicht aus.

Danach waren die Musiker dran. Arno Vraetz, ein weiterer musikalischer wie sprachlicher Allround-Mann, führte die Jungbläsergruppe vor und tat es dabei nicht unter Jan de Haan.

Dann gehörte die Bühne allein Theo Peeters und St. Gregorius, die sich voll ins Zeug legten und es an neuen, verbesserten Leistungsbeweisen nicht fehlen ließen, aber auch dem Publikum ganz zugewandt musizierten, um dessen Wünschen zu entsprechen.

Die reichten von der „Wiener Festmusik” von Richard Strauss bis zu „God save the Queen”. Die Märsche Sousas bzw. Orsomandos waren beliebte Dauerbrenner, so wie auch immer noch Operettenmelodien und ein James-Bond-Arrangement, namentlich wenn es von einem Könner wie Johan de Mey stammt.

Saal wird umgestaltet

Der Saal Wolters wird derzeit umgestaltet. So treffen die Vereine künftig auf bessere räumliche Bedingungen und womöglich auch auf ein größeres Angebot. Warten wir es ab. Konditionell sind die Vereine dazu in der Lage, auch wenn sie sich nur als bescheidene „Dörfler” geben.
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