Der Anfang vieler nützlicher Vernetzungen

Von: mabie
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Musik und Gesang gehören auch
Musik und Gesang gehören auch zum prallen Angebot des jungen Familienzentrums der Arbeiterwohlfahrt in Übach. So wurde es anlässlich der offiziellen Zertifizierungsfeier (Bild) am Freitagnachmittag vorgeführt. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Viel, sehr viel tut sich derzeit in der ehemaligen Kindergarten-Landschaft der Stadt. Denn da reicht die alte Bezeichnung schon lange nicht mehr aus: Vor dem Hintergrund der in Kürze verpflichtenden Betreuung für unter Dreijährige, steigender Anforderungen von allen Seiten.

Aber auch auf Grund gestiegener Ansprüche seitens der Träger und Mitarbeiter wird überall neu- oder umgebaut, erweitert, angeboten und zertifiziert.

Letzteres wurde am Freitagnachmittag in der Kindertagesstätte (Kita) der Arbeiterwohlfahrt (AWO) an der Comeniusstraße in Übach gefeiert. Gemeinsam mit der schon etwas länger zertifizierten Partnerstelle an der Planckstraße in Scherpenseel, führt die Übacher Einrichtung nahe dem Schulzentrum nun das Gütesiegel „Familienzentrum”.

Silke Seifert aus Übach und Christiane Schollmeyer aus Scherpenseel nahmen die Feierstunde gern zum Anlass, nicht nur Dank zu sagen. Mit musikalischen Beiträgen der Kinder wurde auch gezeigt, was sonst noch zum reichhaltigen Angebot des Familienzentrums gehört. „An dieser Stelle danken wir beide unseren Teams, bestehend aus 28 gut ausgebildeten Fachkräften, denn nur mit ihrer Unterstützung konnte dieser Prozess erfolgreich gelingen”, lobte Silke Seifert auch im Namen ihrer Kollegin.

Ein Teil der im Familienzentrum notwendigen Netzwerkprozesse ist beispielsweise die gelungene Kooperation mit der Musikschule des Kreises Heinsberg in Marienberg. So findet einmal pro Woche die musikalische Früherziehung in der Kita Scherpenseel statt.

Rückblickend war für die offizielle Bewertung „Familienzentrum” einiges an Vorarbeit notwendig. Der Startschuss fiel im Kita-Jahr 2010/11. „Damit sind wir unserem Ziel nähergerückt, ein bedarfsgerechtes, funktionierendes Netzwerk zur Unterstützung und Begleitung von Familien in beiden Einzugsgebieten anzubieten”, sagte Christiane Schollmeyer.

Das „Netzwerk für Familien” sei dabei mit den „4 B” - Betreuung, Beratung, Bildung, Begegnung - angegangen worden, wobei für jeden der vier einzelnen Bereiche nochmals vielfältige Optionen hinzukamen. Tagespflege, Miniclub, Beratung durch das Gesundheitsamt, Frühförderstellen und Therapeuten, ein „Erzählmorgen”, Eltern-Kind-Gruppen, Kooperationen mit Grundschulen und Offenen Ganztagsschulen, das Elterncafé oder auch Tage der Offenen Türe wurden exemplarisch genannt.

„Betrachten wir das Netzwerk, dann erkennen wir ein erstes Geflecht, das mit bereits bewährten Inhalten gestärkt werden soll und durchaus noch weitere Verknüpfungen zulässt”, führte Silke Seifert aus. Dennoch sei das Netz noch lange nicht zu Ende gesponnen, waren sich die beiden Leiterinnen einig.

Entsprechend dem pädagogischen Konzept der Einrichtung, die Kinder in den Alltag einzubinden, setzt das Familienzentrum auf die Teilnahme der Familien an der Arbeit im Familienzentrum. „In diesem Prozess möchten wir weiter Ressourcen mobilisieren, um nachhaltige Beziehungen zwischen den Einrichtungen und ihrem sozialen Umfeld zu fördern”, schloss Silke Seifert.

AWO-Kreisgeschäftsführer An­dreas Wagner freute sich natürlich über das bereits Erreichte und sah hoffnungsvoll in die Zukunft. „Wir sollten aber nicht vergessen, dass der Aufbau des Familienzentrums und das Erlangen des Gütesiegels einen erheblichen Mehraufwand für beide Einrichtungen bedeutet hat”, erinnerte er.

Der stellvertretende Bürgermeister Peter Fröschen freute sich, dass die Stadt Übach-Palenberg mit dem neuen Familienzentrum damit erneut unter Beweis stelle, kinder- und familienfreundlich zu sein: „Es verbessert unsere Angebote für Kinder und Familien und führt damit auch zu mehr Lebensqualität in unserem Ort.”
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