Den Branchemix in der Innenstadt attraktiv erweitern

Von: g.s.
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Nach dem Erwerb der Eisenjansen-Gebäude will die Familie Davids die bisherige Fassade mit dem großen Torbogen erhalten. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Die Entwicklung einer Stadt wird geprägt von der Identifikation der Bürger mit ihrer Kommune. Die Zufriedenheit basiert nicht zuletzt auf Angebot und Nachfrage, mit der Konsequenz, dass sich die Menschen dort zu Hause fühlen wo die Infrastruktur stimmt.

Die Nachfrage bezieht sich auf das gesamte soziale wie auch wirtschaftliche Umfeld, und wo hier das Angebot stimmt, so die Erkenntnis, siedeln sich die Menschen gerne an. In Geilenkirchen stimmte in den 70er bis Mitte der 80er Jahre das wirtschaftliche Umfeld die Bürger zufrieden. Doch der aktuelle Zustand sieht alles andere als rosig aus.

Dem will die Stadt mit der Anwerbung von neuen Gewerbetreibenden entgegenwirken, und das scheint derzeit auch gut zu gelingen. Die Planungen für das Einkaufszentrum auf dem Gelände des Alten Extra (wir berichteten) laufen auf Hochtouren. Jetzt haben sich die Planungen für die Anbindung einer weiteren Geschäftsbrache konkretisiert.

Lange verhandelt

Ergänzend und in das EKZ übergreifend sollen zwischen der Konrad-Adenauer-Straße und dem Alten Extra weitere Geschäfte entstehen. Dazu hat die Familie Davids die bis zu diesem Zeitpunkt im Besitz des Unternehmens Heinrich Schmidt aus Mönchengladbach befindlichen Eisenjansen-Gebäude in der Konrad-Adenauer-Straße inklusive der ehemaligen „Vitrine” erworben.

Geilenkirchens Bürgermeister Thomas Fiedler hat die beiden Parteien Davids und Schmidt schon vor Weihnachten zusammengebracht. Seitdem wurde fleißig verhandelt, bevor es am 5. Mai zur Vertragsunterzeichnung kam. Auf dem 1500 Quadratmeter großen Areal zwischen Konrad-Adenauer-Straße und dem Parkdeck (Rampe) Alter Extra im hinteren Bereich stehen 1000 Quadratmeter Verkaufsfläche für Einzelhandel oder Gastronomie zur Verfügung.

Eine positive Nachricht für alle Liebhaber historischer Bausubstanz: „Wir wollen die wunderschöne alte Fassade mit dem großen Bogen erhalten”, macht Willy Davids klar. Der frühere Investor wollte das Eisenjansen-Gebäude komplett abreißen. Der Altbestand soll sich bei der Davids-Planung nach einer Sanierung auch später so darstellen, wie er sich jetzt präsentiert. Der Teilabriss betreffe lediglich die hintere Seite von der Rampe bis zum erhaltenswerten Gebäudeteil.

Im betroffenen Abschnitt entsteht ein eingeschossiger Neubau, der direkt an das neue EKZ auf dem Alten Extra-Platz anschließt. Über eine etwa fünf Meter breite, insgesamt 300 qm große Passage wird eine direkte Erreichbarkeit des Einkaufszentrums wie auch der Parkplätze von Kaufland gewährleistet. Die Passage führt durch das von EKZ-Investorenseite geplante Textilgeschäft Charles Vögele. Willy Davids: „Die Menschen können trockenen Fußes von der Konrad-Adenauer-Straße die Herzog-Wilhelm-Straße erreichen.”

Auch Wegerechte geklärt

Er sieht die Investition der Familie als weiteren Baustein für eine sich weiter entwickelnde Einkaufsstadt Geilenkirchen. Durch den Verkauf der Gebäude seien nun auch zuvor bestehende Wegerechte geklärt. Von der Herzog-Wilhelm-Straße her werde auch eine separate Auffahrt zu geplanten Parkplätzen auf dem eingeschossigen Neubau eingerichtet, zudem soll eine fußläufige Anbindung vom Parkhaus Kaufland zum Eisenjansen-Gebäude geschaffen werden.

Wer die Ladenlokale in der ehemaligen Vitrine nun beziehen wird, steht noch nicht fest. „Wir sondieren noch und sind auch schon mit einigen Interessenten im Gespräch”, erklärt Elisabeth Solty dazu und ergänzt: „Wir wünschen uns, dass hier Geschäfte einziehen, die den Branchenmix in Geilenkirchen erweitern.”

Ein Architekt ist zur Zeit damit beauftragt, die Planung für den Bauantrag zu erstellen. Ziel der Familie Davids ist es, zu den Sommerferien 2010 mit dem Abriss des hinteren Teilbereiches zu beginnen. „Wenn alles gut geht”, sehen die beiden Geschwister in die Zukunft, „ist mit der Eröffnung Ende 2011 zu rechnen.”
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