Übach-Palenberg - Den Alltag des anderen lernen

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Den Alltag des anderen lernen

Von: mabie
Letzte Aktualisierung:
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Bei ihrem Besuch in Ubach-Palenberg statteten die deutschen und französischen Schüler gemeinsam mit ihren Lehrern Simone Schulte (vorn links), Karin Riedmüller (vorn 2.v.l.), Dominique Leblanc (vorn 2.v.r.) und Jean-Philippe Glu (vorn rechts) auch einen Besuch bei Ubach-Palenbergs Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch ab. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Sechs Tage lang herrschte am Carolus-Magnus-Gymnasium (CMG) ein reges Sprachwirrwarr. Deutsch und Französisch, ein wenig Hände und Füße, aber auch viel Spaß, wenn die Verständigung einmal nicht klappte, war bei den Schülern der Jahrgangsstufe sieben an der Tagesordnung.

Grund dafür war der Besuch von 21 Schülerinnen und Schülern aus dem französischen Rimogne in den Ardennen. Auf deutscher Seite waren es ebenfalls 21 Schüler, und so hatten die organisierenden und begleitenden Lehrer Dominique Leblanc und Jean-Philippe Gélu von den Gästen sowie Simone Schulte und Karin Riedmiller von den Gastgebern alle Hände voll zu tun.

Die Geschichte des regen Austausches reicht schon mehr als 30 Jahre zurück. Damals wurde von Manfred Elsenbruch und Günther Lingenau und ihrem französischen Kollegen Jean Delorme ein regelmäßiges Austauschprogramm erarbeitet. Die in Gastfamilien untergebrachten Jugendlichen freuten sich über die Abwechslung. Ausflüge nach Aachen zum Dom, der Schatzkammer und in die Stadt, nach Köln zum Schokoladenmuseum, nach Alsdorf zum Bowling und zur Stadtverwaltung Übach-Palenberg gehörten ebenso dazu wie eine zweitägige Hospitation an der Schule. So lernten die Franzosen nicht nur wie Schule in diesem Alter an einem deutschen Gymnasium funktioniert. Sie mussten auch in einem Kurzfilm - „Der Blick auf das Andere” - Unterschiede im Leben ausführen. Eine Idee, die von Kunstlehrer Volker Kratzsch des CMG stammt.

Damit erreichten Schüler wie Lehrer beinahe spielend ihr Ziel, den jeweils anderen in seinem Alltag kennenzulernen.Und das beschriebene leichte Sprachwirrwarr half durchaus auch dabei, den Alltag in einer noch fremden Sprache ein wenig meistern zu können. Vielleicht erinnern sich die CMG-Schüler vom 6. bis 11. Juni an die erlebten Umgangsformen, denn dann geht es ab zum Gegenbesuch nach Rimogne.
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