Übach-Palenberg - Debatte im Stadtrat: Grundstückstausch soll Wege für Kinder schaffen

Debatte im Stadtrat: Grundstückstausch soll Wege für Kinder schaffen

Von: mh
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Übach-Palenberg. Einstimmig hat der Rat der Stadt Übach-Palenberg einen Antrag der UWG auf den Weg gebracht, der die Verwaltung beauftragt, zeitnah mit dem Besitzer eines Grundstücks an der Römerstraße in Boscheln über den Erwerb dieses Grundstücks zu verhandeln.

Es geht um die Fläche, für welche die Bewohner der sogenannten Weidensiedlung bisher das Wegerecht zwischen Holunderplatz und Römerstraße besaßen. Vor allem die Kinder hatten hier einen kurzen und wenig gefährlichen Weg in Richtung Schule oder Kindergarten. Sollte es bei einem Urteil des Amtsgerichtes Geilenkirchen bleiben, müssen die Kinder künftig den Umweg über die Roermonder Straße nehmen.

Corinna Weinhold wies in der Begründung ihres Antrags darauf hin, dass dieser Weg gefährlicher sei. Aus Kostengründen, so die UWG-Sprecherin, schlage man der Verwaltung vor, einen Parzellentausch mit dem Eigentümer anzustreben.

Trotz der Einstimmigkeit am Ende gab es zwischen den Fraktionen unterschiedliche Auffassungen über das bisherige Agieren der Verwaltung. SPD-Fraktionschef Heiner Weißborn monierte, dass die bereits im Jahr 2010 begonnene Kaufverhandlungen mit dem Grundstückeigner nicht fortgesetzt worden seien. Seine Schlussfolgerung: „Für die Öffnung der Aachener Straße in Palenberg für Autofahrer haben wir Geld, aber nicht für die Sicherheit der Kinder in Boscheln.“ Eine Feststellung, die CDU-Sprecher Gerhard Gudduschat – hörbar verärgert – entschieden zurückwies.

Für die Verwaltung, so Beigeordneter Helmut Mainz, sei die Auseinandersetzung noch ein schwebendes Verfahren. Hubert Wynands (CDU) bestätigte, dass noch einige Klagen nicht entschieden sind. Josef Fröschen (CDU) sah ein Problem bei Verhandlungen darin, dass es dem Eigentümer um den Erwerb eines ganz bestimmten Grundstücks gehe.

In der Diskussion verwahrte sich Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch gegen den Verdacht, die Verwaltung sei untätig gewesen. Man habe mehrfach mit den Betroffenen gesprochen und werde sich auch weiter für den Weg einsetzen. Aber man werde auch weitere Urteile abwarten. „Noch“, sagte der Bürgermeister, „kann man auf diesem Weg gehen.“

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