Das Evangelium musikalisch verkünden

Von: Karl-Heinz Hamacher
Letzte Aktualisierung:
4880864.jpg
Leidenschaft und Begeisterung gehören dazu, wenn mit der Gospelmusik die christliche Botschaft transportiert wird. Foto: Karl-Heinz Hamacher
4880859.jpg
85 Teilnehmer füllten beim ersten Gospel-Workshop der evangelischen Kirchengemeinde Gangelt/Waldfeucht/Selfkant die Friedenskirche. Der musikalische Leiter war Michael Kreutzkamp. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. Gibt es für Nicht-Theologen eine schönere Form, sich mit dem Evangelium zu beschäftigen, als Gospels zu singen? Wer das Glück hatte, bei der ganztägigen Probe und dem abendlichen Abschlusskonzert des Gospel-Workshops der evangelischen Kirchengemeinde, die Gangelt, den Selfkant und Waldfeucht umfasst, dabei zu sein, der wird Feuer gefangen haben für die mitreißende Musik, die zuerst aus der Friedenskirche in Gangelt schallte und später in St. Anna Schierwaldenrath in Konzertform dargeboten wurde.

Mitreißend ging auch Chorleiter Michael Kreutzkamp zu Werke, dem auferlegt war, 85 Teilnehmer unter einen Hut beziehungsweise sieben Lieder zu packen, die dann am Ende klangen, als hätte die Damen und Herren noch nie etwas anderes gemacht, als Gospels gesungen. 85 Leute, das war die Obergrenze der Teilnehmer, denn mehr wäre nicht zu bewältigen gewesen.

„Noten werden nicht gebracht“, so Michael Kreutzkamp. „Gehör ist gefragt.“ Der Chorleiter singt vor; einen Satz, vielleicht zwei und dann folgt der Chor unterstützt vom elektrischen Klavier.

Kleine Bausteine: „Das ist das Rezept, mit dem auch in den USA die Stücke einstudiert werden“, erläutert Michael Kreutzkamp, der selber schon als Vierjähriger die Geilenkirchener Musikschule besucht hat und später, als die Gospelmusik zu seiner musikalischen Familie wurde, unter anderem am „Music & Arts Seminar“ von Bischop Walter Hafkins, dem Komponisten von „Oh happy day“, ausgebildet wurde. „

Erste Zusagen für Glory to God, dem Gospelchor der evangelischen Kirchengemeinde gibt es auch schon“, konnte Pfarrer Mathias Schoenen in der Kaffeepause berichten. Das war sicher ein angenehmer Nebeneffekt der Veranstaltung.

Die Mitglieder von „Glory to God“ waren so unter den Workshopteilnehmern platziert, dass das Klangbild stimmig war. Der unbedarfte Zuhörer vermisste die „Hits“, die man zum Beispiel aus den USA kennt und die ganze CD-Sammlungen füllen.

„Musik wie man sie aus Filmen wie „Sister Act“ kennt („I will follow him“ oder „My guy“), sucht man bei uns vergebens“, sind sich Pfarrer Schoenen und Chorleiter Kreutzkamp einig. Es geht nicht um Ohrwürmer, sondern um die Verkündigung. Die Musik lebte aus der christlichen Überzeugung und dem Inhalt, so die beiden: „Sonst ist es doch nur Show!“

Am Abend trafen sich die Sänger und Sängerinnen dann in Schierwaldenrath, wo in der Kirche, wo der Chor „Glory to God“ abwechselnd alleine und mit den Workshopteilnehmern eine knappe Stunde Werbung für Gospelmusik machten. Sie klang in St. Anna besonders schön.

Mittendrin wurde der Chor noch einmal um das Doppelte vergrößert, als bei „He’s got the whole world in his hands“, „Go, tell it on the mountains“ und „Rock my soul in the bossom of Abraham“ alle Besucher von Michael Kreutzkamp eingebunden wurden. Man kann sich seitens der Kirchengemeinde schon vorstellen, einmal pro Jahr einen solchen Workshop anzubieten. Für mehr als einen Termin ist der Aufwand zu groß.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert