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Das Bauen in Kreuzrath hat erst mal Grenzen

Von: hama
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Der Ort Kreuzrath wächst um sechs, Hastenrath (Foto) um bislang 22 Baustellen. Die entstehen gegenüber dem aktuellen Neubaugebiet nahe der Herkenrather Straße. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. Kreuzrath wächst ein bisschen, Hastenrath proportional deutlich mehr. In Kreuzrath nehmen eine Handvoll Anlieger ihre Geschicke selbst in die Hand und tragen auch die Kosten, die rund um die Erschließung der sechs Grundstücke des Baugebietes als Erweiterung „Im Kranzfeld“ entstehen.

In Hastenrath „Hinter dem Kamp“ geht alles seinen normalen Weg.

Das heißt, hier steht nach dem Aufstellungsbeschluss erst einmal ein Umlegungsverfahren für die 22 Baulagen gegenüber dem aktuellen Neubaugebiet in der Nähe des Fußballplatzes an. Rund 15 Kreuzrather hatten sich im Bauausschuss eingefunden, um der Beratung ihres Anliegens beizuwohnen. Das war einfach und unstrittig: Hinter den letzten Häusern der Hauptstraße auf der linken Seite in Richtung Birgden ist großzügig Platz für diese sechs Lagen, die zumindest teilweise von den Familien selbst genutzt werden wollen. Nach dem Motto „Es soll nicht zusammen wachsen, was nicht zusammen gehört“, war man sich weitestgehend einig darüber, dass damit die Bebauung Kreuzraths in diesem Außenbereich beendet ist, da die ersten Häuser von Birgden schon nahe sind. Der Vorschlag von Heinz Huben (UB), die Erschließungsstraße so zu planen, dass man eventuell in Zukunft doch noch weiter bauen kann, fand kein Gehör. Ortsvorsteher Wolfgang Erkens (CDU) stellte den aktuellen Plan als Willen der Bürger vor.

Auch in Hastenrath findet nicht jeder Bauwillige ein Grundstück. Da es an dem Neubaugebiet zwischen Schulstraße und Gangelter Straße schon eine erschlossene Straße gibt, war der Standort schnell gefunden, der sich auch im der gewünschten Dorfentwicklung deckt. Es liegt weniger am fußballerischen Talent, beziehungsweise an der Passgenauigkeit der Spieler des B-Ligisten Gangelt/Hastenrath, dass im Entwurfsplan eine deutliche Lücke zwischen Sportplatz und Bebauung eingezeichnet war. „Wir müssen die Abstandsflächen noch ermitteln“, sagte Bürgermeister Bernhard Tholen. Einstimmig wurden beide Pläne auf den Weg gebracht.

Prüfung Ermessenssache

Die Dichtigkeitsprüfung privater Abwasserleitungen hat in zurückliegenden Monaten landesweit für viele Diskussionen und Aufregungen gesorgt. Die ist nun von der Landesregierung deutlich abgeschwächt worden, und so sind auch die Kommunen an der Reihe, ihre Satzungen anzupassen. So auch in Gangelt, wo Willibert Mevißen die geänderten Paragraphen im Bauausschuss vorstellte.

Zusammengefasst heißt es, dass diese Prüfungen nur noch im Einzugsbereich von Wasserschutzgebieten vorgeschrieben sind. Das sind in der Gemeinde Gangelt Langbroich, Harzelt, Teile von Schierwaldenrath und Breberen. Bürgermeister Bernhard Tholen wies darauf hin, dass es dann im Ende im Ermessen der Gemeinde liege, sich die entsprechenden Prüfberichte zeigen zu lassen – oder auch nicht. Der Verwaltungschef verwies darauf, dass man im Text absichtlich die „schwächst mögliche Formulierung“ gewählt habe.

Während Rainer Mansel (SPD) es schon für richtig hielt, dass diese Prüfungen in Wasserschutzgebieten auch realisiert werden, brachte das seinen CDU-Kollegen Günther Dammers aus Breberen zum Widerspruch. „Die Landesregierung bekommt das Gülleproblem, bei dem Zehntausende Liter in die Erde gebracht werden, nicht in den Griff und regt sich dann darüber auf, wenn es paar Tropfen Urin oder Abwasser aus undichten Hausanschlüssen laufen.“ Er erwarte, dass die Verwaltung „nicht tätig wird.“

Bürgermeister Tholen appellierte an den mündigen Bürger: „Die Leute wissen, dass sie das Wasser, das sie eventuell verunreinigen, trinken müssen.“

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