CDU stimmt zu: Vier Stiel-Eichen müssen Bauvorhaben weichen

Von: hama
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Vier Stiel-Eichen im Bereich des Schützengrabens werden entfernt. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. „Die Bäume geben doch ein nettes Bild, ohne sie würde die Straße noch grauer”, warb Achim Philippen namens der SPD-Fraktion, den Antrag eines Bauherrn vom Schützengraben abzulehnen. Dem stehen bei seinem Bauvorhaben zwei der vier vorhandenen Stiel-Eichen im Weg, nach eigenen Angaben nur zwei Meter von der Hausfront entfernt.

Der Bauherr bot an, die Bäume selber zu entfernen und gegebenenfalls einen Ausgleich in einer nahen Streuobstwiese zu schaffen.

„Das sind keine Bäume, das sind Lattenzäune”, konnte sich der CDU-Fraktionsvorsitzende Karl-Heinz Milthaler so gar nicht mit dem Grün anfreunden und tat namens der CDU kund, dass nicht nur die beantragten zwei Bäume, sondern alle verschwinden sollen: „Das sieht ansonsten nicht aus.” Ähnlich argumentierte der Gangelter Ortsvorsteher Gerd Schütz. Die Bäume seien nicht ortstypisch: „Wir Gangelter können auf die Stiel-Eichen verzichten.”

Es gelte aber darauf zu achten, dass die nahe Hecke auf jeden Fall zu erhalten, möglichst noch zu stärken sei. Heinz Huben (UB-Fraktionsvorsitzender) bemängelte, dass bei dem ganzen Bauvorhaben alte Absprachen nicht eingehalten worden seien. Er meinte sich zu erinnern, dass es einen Bebauungsplan gebe, der einen Abstand von fünf Metern der Häuser zur Straße festschreibe. „Hier ist das Haus gerade einmal 1,33 Meter entfernt”, hatte er nachgemessen.

Bürgermeister Bernhard Tholen und auch Willibert Mevißen von Bauamt konnten sich jedoch an keinen entsprechenden Plan erinnern und verwiesen drauf, dass es in der aktuellen Beratung ja auch gar nicht um Abstandsflächen oder Bebauungspläne gehe, sondern um den Antrag, die Bäume zu entfernen.

Gegen zwei SPD- und eine UB-Stimme wurde beschlossen, die vier Bäume zu entfernen.
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