Übach-Palenberg - „Calvinstraße” erinnert an Mann mit klugem Kopf und spitzem Bart

„Calvinstraße” erinnert an Mann mit klugem Kopf und spitzem Bart

Von: akf
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calvinstraße -foto
Strahlende Gäste nach der Enthüllung des Straßenschildes Calvinstraße, darunter Pfarrer Johannes de Kleine (l.), Dieter Damberg (4. v. l); Pfarrer Hermann Poll (vorne, 3. v. l.). Foto: (akf)

Übach-Palenberg. Was ansonsten still und geräuschlos vonstatten geht, ist jetzt in besonders festlich- feierlicher Weise mit Gottesdienst, Bläserklang und Gesang sowie zahlreichen Gästen erfolgt: die Enthüllung eines an sich schnöden Straßenschildes.

Verantwortlich dafür zeichnete die Evangelische Kirchengemeinde, die sich nach erfolgtem Antrag an die Stadt am Ziel ihrer Wünsche sieht. In Erinnerung an den 500. Geburtstag des Genfer Reformators Johannes Calvin würdigte sie im neuen Wohnquartier „Kirchenweg” zwischen den Stadtteilen Scherpenseel und Marienberg mit der offiziellen Benennung der „Calvinstraße” Leben und Wirken des Theologen, einem Mann mit klugem Kopf und spitzem Bart.

Sonne, Wind und Regen

Mit seinem Namen ist nach Martin Luther, Friedrich Bonhoeffer und Johann Amos Comenius auch der evangelische Theologe im Übach-Palenberger Straßenverzeichnis enthalten. Der Einweihung bei Sonne, Wind und Regen war in der proppenvollen Auferstehungskirche in Marienberg im Rahmen der „Sommerkirche” Abendmahlsgottesdienst vorangegangen. Wie in der Kirche, begleitete auch ein Bläserquartett unter Leitung von Hans Stenzel musikalisch das Geschehen im Freien.

Pfarrer Johannes de Kleine dankte zunächst der Stadt Übach-Palenberg, vertreten durch die Stadtverordneten Bärbel Bartel und Heiner Weißborn, für die gute Zusammenarbeit bei der Erstellung der Straßenschilder.

Er betonte, dass es bei der Straßenbenennung auf keinen Fall darum gehe, die berühmte Person Johannes Calvin zu ehren. „Denn das stünde im krassen Gegensatz zu dem, was er ein Leben lang gewollt, gedacht, gelehrt und getan hat. Gott allein die Ehre, Leben zur Ehre Gottes - das war Calvins Devise. Das wollen wir ernst nehmen.”

De Kleine verwies darauf, wenn ab jetzt diese Straße „Calvinstraße” heiße, und wenn alle Vorbeikommenden das lesen, dann solle das eine Erinnerung an Calvins Theologie und eine Mahnung für alle evangelische Christenmenschen, gerne auch für alle anderen Menschen sein. Nach kurzer Erwiderung von Heiner Weißborn, der von einer guten Namenswahl sprach, enthüllte unter dem Beifall der Anwesenden Dieter Damberg als stellvertretender Vorsitzender des Presbyteriums das Straßenschild”.
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