Bunter Markt: Über Trödel zu guten Kontakten

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Gisela Schankin und Friedhelm
Gisela Schankin und Friedhelm Vanselow bei der auch entspannenden Tätigkeit, ihren Trödel beim Markt des Caritasverbandes und der Gangelter Einrichtungen zu verkaufen.

Übach-Palenberg. Kindersachen laufen immer gut. Das weiß Gisela Schankin, die zum ersten Mal am Trödelmarkt vor dem „Treffpunkt” der Kontakt- und Beratungsstelle für psychisch kranke Menschen in Übach-Palenberg teilnahm.

Die Klientin der Einrichtung hatte direkt vor der Einrichtung ihren Stand aufgebaut. Und freute sich, dass sie trotz des regnerischen Wetters einen guten Umsatz verbuchte. „Das Verkaufen macht Spaß. Nächstes Jahr komme ich wieder”, sagte Gisela Schankin.

Im vorigen Jahr sei es besser gelaufen, da das Wetter mitgespielt habe, bewertete Friedhelm Vanselow, dessen Frau Klientin im Betreuten Wohnen ist, und der nun schon zum dritten Mal beim Trödelmarkt der Kontakt- und Beratungsstelle in Kooperation mit den Gangelter Einrichtungen „Maria Hilf” allerlei Trödelsachen anbot.

Friedhelm Vanselow stand auch unmittelbar mit seinem Stand neben Gisela Schankin. Das Vordach der Einrichtung schützte sie und ihre Waren, während andere Anbieter doch vor dem Regen kapitulierten und ihre Stände eher zeitig abbrachen.

Dennoch waren die meisten zufrieden. Denn besonders am Morgen fanden sich viele Interessierten ein, um das eine oder andere Stück unter den Trödelsachen - angefangen von Haushaltswaren und Kleider über Spielsachen bis hin zu einem Käfig - zu kaufen. Zuvor habe es sogar Wartelisten für einen Stand auf dem Trödelmarkt gegeben, schilderte Erika Radtke von der Kontakt- und Beratungsstelle. Leider seien einige wegen des Wetters abgesprungen. Dennoch waren sie und ihre Kollegen von den Gangelter Einrichtungen zufrieden. Denn das Ziel sei wieder erreicht worden, die Einrichtungen für psychisch kranke Menschen nach außen zu öffnen, einen zwanglosen Kontakt zu den Bürgern herzustellen und auf die Arbeit sowie Hilfsangebote hinzuweisen.

Dies zeige sich darin, dass nicht nur Bürger als Kunden gekommen seien, sondern auch als Verkäufer teilgenommen hätten, erläuterte Erika Radtke. Die Klienten, die durch unterschiedliche psychische Erkrankungen eingeschränkt seien, erhielten so die Möglichkeit, sich aus der Anonymität heraus der Öffentlichkeit zu präsentieren und neue Verbindungen zu knüpfen. Genau solche Kontakte konnten beim Trödelmarkt und bei einem netten Gespräch in der Cafeteria oder am Würstchenstand aufgebaut oder vertieft werden.
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