Bundeswehr: International besetzter Lehrgang in Niederheid

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Ein internationales Inspektionsteam unter Anleitung von Oberstleutnant Holger Sasse. Foto: Alexandra Leonhardt

Geilenkirchen. Zur weltweiten Zusammenarbeit und Sicherheit trägt das Zentrum für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr (ZVBw) maßgeblich bei. Das Pilotprojekt eines internationalen Lehrgangs zum Vertrag über Konventionelle Streitkräfte in Europa (KSE-Vertrag) in der Geilenkirchener Selfkant-Kaserne war jetzt auch für koreanische Teilnehmer interessant.

Die koreanische Halbinsel ist heute in einem vergleichbaren Spannungsfeld wie Europa während des kalten Krieges, da heißt es, aus Erfahrungen zu lernen. Das ZVBw begrüßte zahlreiche Internationale Teilnehmer zu dem englischsprachigen Lehrgang.

Neben den koreanischen Soldaten wurde auch Teilnehmern aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Polen, den Niederlanden, der Schweiz und der Slowakei die Fähigkeit vermittelt, eine KSE-Inspektion selbstständig wahrnehmen zu können. Aufbau und Systematik des Informationsaustausches der Vertragspartner gehörte ebenso dazu wie ein Überblick über alle bestehenden Rüstungskontrollverträge.

Zum praktischen Teil gehörten eine Erkundung aus der Luft und eine Ausbildungsinspektion nach Oirschot (NL) zu den niederländischen Streitkräften. Dabei konnten die zuvor erlernten Fertigkeiten erfolgreich unter Beweis gestellt werden. Für die Zukunft sind weitere Lehrgänge dieser Art geplant.

Das ZVBw stellt sicher, dass Deutschland die Verpflichtungen aus zwanzig Verträgen und Abkommen der internationalen Rüstungskontrolle und Abrüstung einhält. Mit seinen Inspektions- und Verifikationstätigkeiten trägt das ZVBw zum sicherheitspolitischen Lagebild für die Bundesregierung bei und arbeitet für Rüstungskontrollmaßnahmen und deren Weiterentwicklung zu. Bei einer Stadtführung durch die Kaiserstadt Aachen hatten die internationalen Gäste die Gelegenheit, neben Geilenkirchen auch die Region näher kennen zu lernen.

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