Geilenkirchen - Bürgertreff als Begegnungsstätte

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Bürgertreff als Begegnungsstätte

Von: Georg Schmitz
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Pantomime „Scheibub” brachte
Pantomime „Scheibub” brachte bei der Eröffnung des Bürgertreffs Jürgen Benden, Nicole Abels-Schell (v.l.), Bürgermeister Thomas Fiedler und Gabi Bittner (v.r.) zum Lachen. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Clown „Scheibub” wuselte durch die Räume des soeben eröffneten Bürgertreffs und zauberte allen Anwesenden ein Lächeln auf die Lippen.

Unermüdlich bezog er das Publikum mit in seine Show ein. Seit vielen Jahren versuchten verschiedene Gruppierungen, ein kulturelles Konzept für alle Bürger in Geilenkirchen zu erarbeiten. Mit dem Bürgertreff wurde nun eine Begegnungsstätte für alle Generationen geschaffen. Nachdem der Friseursalon „Indira” seinen Tätigkeitsbereich von der Konrad-Adenauer-Straße an den Friedlandplatz verlegt hatte, stand das Ladenlokal lange Zeit leer. Nicole Abels-Schell, Gemeindesozialarbeiterin des Caritasverbandes, sowie Gabriele Bittner und Jürgen Benden sahen in der Lokalität kurz vor den Bahnschranken einen geeigneten Standort für ein Bürgerhaus.

Zusammen mit vielen Gleichgesinnten, Organisationen, sozialen Einrichtungen und freiwilligen Bürgern ging eine Arbeitsgruppe das Projekt an. Nach erfolgter Sanierung der 110 Quadratmeter umfassenden Räumlichkeiten ging der „Bürgertreff Geilenkirchen” am Freitag an den Start. Gefördert wird die Anlaufstelle für alle Bürger aus dem Bundesprogramm „Tolereranz fördern - Kompetenz stärken”. Gabi Bittner hat sich von Anfang an in das Projekt eingebracht. So oblag ihr am Eröffnungstag die Begrüßung der rund 100 Gäste. Als „stinknormale Bürgerin” sei sie von der ersten Sekunde an mit Begeisterung dabei gewesen und habe sich gefreut mitzuhelfen. Die Arbeitsgruppe hoffe, auf die Wünsche, Bedürfnisse und Ideen aller eingehen zu können.

Ein Ort der Begegnung

Es gelte, Gemeinsames zu schaffen, Stein für Stein, Schritt für Schritt. „Traut euch, helft und unterstützt das, was Geilenkirchen gefehlt hat”, rief Gabi Bittner die Menschen auf. Gemeindesozialarbeiterin und Leiterin der Arbeitsgruppe, Nicole Abels-Schell, dankte dem Begleitausschuss des Bundesprogramms „Toleranz fördern - Kompetenz stärken”, der es ermöglicht habe, die Vision eines Bürgertreffs zu verwirklichen. Ein besonderer Dank galt Gabi Bittner und Marion Reinders, die mit Unterstützung weiterer freiwilliger Helfer wochenlang die Räumlichkeiten in einen vorzeigbaren Zustand versetzt hätten.

„Wir wollen die unterschiedlichsten Lebenssituationen der Menschen in unserer Stadt hier verknüpfen”, warb Grünen-Sprecher Jürgen Benden für ein Miteinander aller Bürger. Der Bürgertreff möge ein Ort der Begegnung werden, wo sich Bewohner mit Gästen aus dem Ausland, wo sich Senioren mit Kindern und Migranten und mit Einheimischen treffen können. „Diese Einrichtung darf keine starren und vorgegebenen Strukturen bekommen, nein, sie soll sich vielmehr ständig wandeln und anpassen an die Bedürfnisse der jeweils nutzenden Menschen”, so Benden weiter. Nun gelte es noch, einen Förderverein zu gründen und Sponsoren zu finden, die das Vorhaben finanziell unterstützen. Geilenkirchens Bürgermeister Thomas Fiedler nannte den Bürgertreff ein „besonders schönes Beispiel für ziviles, kommunitäres Engagement”.

„Der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen ist ein Lächeln”, begrüßt ein Spruch die Ankömmlinge schon im Eingangsbereich. Auf einer Tafel konnten die Gäste ihre Ideen für die Namensgebung des Bürgertreffs aufschreiben, denn die Bezeichnung „Bürgertreff” ist noch nicht endgültig.

Beratungsangebote

In Anbetracht der vorherigen Nutzung als Friseursalon hatten einige Besucher dort „Bürgersalon”, „GK Salon” und „Sa long” aufgeschrieben. Aber auch Vorschläge wie „Kraftquelle”, „Lounge” oder „Hoffnung” waren hier zu finden. Das „Hoffnung” bezog sich offensichtlich auf die Beratungsangebote der sozialen Einrichtungen, für die ein geschlossener Raum zur Verfügung steht. Mit einem über die drei Eröffnungstage verteilten Unterhaltungsangebot, Workshops sowie Kaffee und Kuchen ging der Bürgertreff an den Start. Als offener Treff wird er ab sofort auch mit Themen bezogenen Veranstaltungen zu festgelegten Zeiten für die Bürger Anlaufstelle sein.
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