Geilenkirchen - Bürgermeisterkandidat mit Sprache bestens vertraut

Bürgermeisterkandidat mit Sprache bestens vertraut

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Wie bekommt man die leerstehenden Geschäfte wieder voll? „Eine Stadt muss die Rahmenbedingungen schaffen, damit ein Unternehmer investiert”, sagt Thomas Fiedler. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Als Linguist ist Thomas Fiedler mit der Sprache bestens vertraut. „Hier in Geilenkirchen sehe ich aber eine merkwürdige Schwäche der Kommunikation zwischen Stadt und Bürger. Viele Bürger klagen: Da hört keiner auf uns.”

Geilenkirchen, so der Bürgermeisterkandidat der Oppositionsparteien, brauche keine Politik, die immer nur meint zu wissen, was für die Menschen gut ist. „Nein, ein Bürgermeister muss sich auch mit denjenigen zusammensetzen, die anderer Meinung sind.” Hier fehle der politische Diskurs. „Man muss über Politik streiten, man muss ringen können, damit das Beste herauskommt.”

Fiedler sieht zwei Methoden der Politik, „beide legitim”: Zur Zeit sage die Politik, sie sei für fünf Jahre mandatiert, das Geschehen zu steuern. „Das ist das traditionelle Politikverständnis und nicht mehr zeitgemäß”, urteilt der Mann, der „bei Veränderungsprozessen den Bürger mitnehmen und in den Gestaltungsprozess einbinden will.” Fiedler: „Durch europäische Projekte bin ich inspiriert worden. Ich sehe doch, wie in Europa in den Kommunen Bürgernähe gestaltet wird.” In Geilenkirchen werde der Bürger informiert, wenn es zu spät sei.

„Und dann entsteht das Gefühl, ich kann sowieso nichts ändern.” In den vergangenen Jahren habe die Opposition oft Politik angestoßen.

„Ja, sie gibt Impulse, wird von der Mehrheitsfraktion abgeschmettert, und die von der Opposition gesetzten Impulse werden dann in anderer Form von der CDU wieder aufgenommen”, sagt Fiedler und denkt dabei an das von den Grünen geforderte Soziokulturelle Zentrum. „Wirtschaftsförderung muss Chefsache sein”, steht für Fiedler fest. Fest steht für ihn auch: „Stadtmarketing ist vielfältiger als das, was ein Aktionskreis bewirken kann. Da sind noch viele Hausarbeiten zu machen.”
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