Bürgerliste übt heftige Kritik an Borghorst

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Geilenkirchen. Wenn die Konrad-Adenauer-Straße umgebaut ist, soll die Laterne „Amaryllis” den Stadtkern am dunklen Abend in helles Licht tauchen. Doch bei der Diskussion um die Leuchten zogen am Mittwochabend erst einmal düstere Wolken über dem Ratssaal auf.

Und zum guten Schluss tagte der Rat bei Dunkelheit auf offener Straße. Im Licht der „Amaryllis”.

„Wann, Herr Bürgermeister, gedenken Sie, Ihre Arbeit endlich mal ordentlich zu machen?”, hatte Bürgerlisten-Fraktionschef Christian Kravanja zuvor verärgert in Richtung Andreas Borghorst gefragt. In der Ratssitzung warf er ihm einen „Verfahrensfehler” vor, „der zu einer Rechtswidrigkeit der betroffenen Beschlüsse führen kann”.

Er monierte, dass eine konkrete Einladung zur Probe-Installation nicht ausgesprochen worden sei. „Wir sehen uns zum jetzigen Zeitpunkt und unter diesen Voraussetzungen außerstande, einen Beschluss über die Art der Leuchten zu treffen, da uns die notwendigen Informationen für einen fundierten Beschluss fehlen”, forderte er die Absetzung des Tagesordnungspunktes.

„Wir befassen uns zum dritten Mal mit der Auswahl der Beleuchtung und haben Wichtigeres zu tun, als uns mit Verfahrensfragen zu beschäftigen”, konterte Bürgermeister Andreas Borghorst.

Helmut Pennartz (Bürgerliste) dazu: „Die Bürger haben ein Anrecht, dass formgerecht und nicht fehlerhaft gearbeitet wird.” Während Grünen-Sprecher Jürgen Benden „strukturierte Arbeit” von der Verwaltung forderte, verglich Borghorst die Kritiker der Opposition mit einem „aufgescheuchten Hühnerhaufen”.

CDU-Fraktionschef Wilhelm-Josef Wolff erklärte, die Bürgerliste wolle nur „meckern und Krawall machen”. Fakt aber war, und das kritisierten alle Oppositionsparteien, dass eine offizielle Begutachtung der Laternen nicht stattgefunden hat. Und so traf man sich bei Dunkelheit wieder im Lichterglanz der „Amaryllis” zur Abstimmung.
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