Bürgerinitiative sucht weitere Gespräche mit Kreis-CDU

Von: Georg Schmitz
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Die Ratsmitglieder der Freien Bürgerliste Franz Beemelmanns (l.) und Gerd Latour stellten auch die Planungen für die Turnhalle vor. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen-Gillrath. Die Gillrather Ratsmitglieder der Freien Bürgerliste informierten interessierte Bürger auf einer Versammlung in der Gaststätte „Zur Rose” über aktuelle, die drei Dörfer Gillrath, Hatterath und Nierstraß betreffende Vorhaben, deren Entscheidungen zum Teil bei der nächsten Ratssitzung am 24. Februar anstehen.

Franz Beemelmanns begrüßte eingangs die Zuhörer, bevor Gerd Latour die Planungen für die neue Turnhalle erläuterte. Bei der kommenden Ratssitzung wird die Zustimmung für das 900.000 Euro teure Projekt erwartet.

Kein Eingriff ins Biotop

Beim nächsten Thema ging es um die Parkplatzsituation an der Grundschule in Gillrath. Hier hatte die Freie Bürgerliste vorgeschlagen, die Fläche gegenüber der Schule um fünf Parkplätze zu erweitern. Die Stadt verwies jedoch darauf, dass hier kein Eingriff in das dort befindliche Biotop vorgenommen werden könne. Nicht zuletzt um den Fahrgästen der Selfkantbahn genügend Parkraum zur Verfügung zu stellen, hat die Stadt Geilenkirchen eine Ackerfläche neben der Bergstraße zwischen bestehendem Parkplatz und der Selfkantbahn erworben.

Hier könnten auf einer Fläche von 70 mal 28 Metern eine Vielzahl von Parkplätzen installiert werden, die dann auch eine Ausweichmöglichkeit für die Grundschulnutzer böten. Franz Beemelmanns teilte dazu aktuell mit, dass sich zwischenzeitlich neue Erkenntnisse ergeben hätten, die eine Notwendigkeit des geplanten Parkplatzes in Frage stellten.

„Derzeit laufen Verhandlungen zwischen der Interessengemeinschaft Historischer Schienenverkehr (IHS) als Betreiber der Selfkantbahn und der Firma Teeuwen in Gillrath über eine Nutzung des dortigen Betriebsgeländes”, erklärte Beemelmanns. Demnach strebe die Historischen Eisenbahn die Nutzung einer bestehenden Halle auf dem Gelände des Tonwerkes mit Gleisverlegung an. Sollten die Verhandlungen Früchte tragen, stände auf dem Betriebsgelände eine Parkfläche zur Verfügung, und der Parkplatz an der Bergstraße könnte „zu den Akten” gelegt werden.

Bei der Versammlung ging es auch um zwei Regenrückhaltebecken, die im Falle eines „50-jährigen Hochwassers” die Fluten des Rodebaches aufnehmen sollen. Für das Becken am Gillrather Hof mit einem Volumen von 73.000 Kubikmetern und für das 70.000 Kubikmeter große Becken nahe der Tonfabrik Teeuwen sind die Aufträge bereits vergeben, weil bis zum 28. Februar aus Naturschutzgründen die Abholzung erfolgen muss. Derzeit ist der Kampfmittelräumdienst mit dem Absuchen der Flächen beschäftigt. Im Rahmen der Maßnahmen werden der Verlauf des Rodebaches wie auch des Ölbaches teilweise geändert. Zum Schluss der Versammlung wurde das Thema „Kreisstraße 3” angesprochen.

Heinz Zwirbel von der Bürgerinitiative wie auch Ratsmitglied Franz Beemelmanns (Freie Bürgerliste) bekräftigten, dass weiterhin für die Variante Hatterath-Ost gekämpft werde. „Wir versuchen Einfluss zu nehmen, dass nicht noch mehr Verkehr Gillrath belastet”, sagte Zwirbel.

Leider habe die Bürgerinitiative den Kreistag nicht dazu bewegen können, eine andere Entscheidung als die von der Kreis-CDU geplante Variante herbeizuführen. Auf der vom Kreis geplanten Streckenführung seien mittlerweile drei Kreisverkehre vorgesehen.
Zwischenzeitlich sei auch durchgesickert, dass von Seiten der Verkehrsexperten der „Hatterather Graben” als beste Lösung empfohlen werde. Diese Trasse würde aber die Ortschaften Gillrath und Hatterath trennen, und deshalb gab es vor Jahren viele Proteste.

Heinz Zwirbel ließ wissen, dass die Bürgerinitiative weitere Gespräche führen werde, unter anderem am 8. März mit der Kreis-CDU, um Klarheit über die aktuellen Planungen zu erhalten.

Im Anschluss werde man die Bürger von Gillrath, Hatterath und Nierstraß wieder informieren.
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