Bürgerinitiative: 5008-facher Protest gegen L240n

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Übach-Palenberg/Düsseldorf. Die Initiatoren der Bürgerinitiative (BI) gegen den Bau der L240n zeigten sich begeistert von der Unterstützung durch die Übach-Palenberger: In nur vier Monaten haben sich 5008 Einwohner aus Übach-Palenberg, Limburg, Herzogenrath und angrenzenden Gemeinden in die Unterschriftenlisten gegen den geplanten Bau der Trasse eingetragen.

Am Montag wurden die Listen im Ministerium für Bauen und Verkehr in Düsseldorf übergeben.

Die kleine Delegation von zehn Aktiven wurde im Ministerium vom Leitenden Ministerialrat Wilhelm Kolks empfangen, der die Unterschriften entgegennahm und versprach, sie an den Minister und die zuständigen Planungsbehörden weiterzuleiten.

„Seit Mitte März wurden Unterschriften gegen den geplanten Bau der L 240n gesammelt. Dass es am Ende über 5000 werden würden, hatten die Initiatoren in ihren kühnsten Träumen nicht erwartet”, bilanzierte Hermann Gendrisch von der BI.

Die Initiatoren gehen davon aus, dass sich die zuständigen Stellen noch einmal über den „Sinn bzw. Unsinn” des Projekts Gedanken machen.

Kolks erläuterte, dass die Beschlüsse der Stadt Übach-Palenberg eine wichtige Rolle bei einer Entscheidung für oder gegen den Bau der Straße spielen werden.

Bekanntlich lehnt Übach-Palenberg den Bau des zweiten Abschnitts der LÊ240n ab: Am 5. Mai gab es einen einstimmigen Ratsbeschluss gegen den Straßenbau durch den Rimburger Wald, über die Wurm, vorbei an Marienberg bis hinter Scherpenseel.

„Wenn dieser Abschnitt nicht gebaut wird, so wird auch der erste Abschnitt sinnlos: Denn dann wird der Verkehr nur in die Zentren von Übach und Palenberg geführt - das ist doch keine Umgehungsstrasse”, so Hermann Gendrisch von der BI.

Der erste Abschnitt verläuft von der Anschlussstelle der L 232 in Boscheln bis zur Merksteiner Straße in Palenberg (L 47) und würde die Feldflur südlich von Übach und den Herbacher Wald zerschneiden. „Unser Naherholungsgebiet würde zerstört - und die Begründung dafür ist einfach nur Unsinn - auch aus verkehrsplanerischer Sicht”, sagt Gendrisch.

„Wirkung nicht verfehlen”

Jetzt hoffen die Initiatoren, dass die 5008 Unterschriften ihre Wirkung nicht verfehlen. „In den kommenden Wochen ist es vor allem wichtig, dass die Übach-Palenberger Politik den Bürgerwunsch zur Kenntnis nimmt, der in den 5008 Unterschriften zum Ausdruck kommt. Wir hoffen, dass sie auch die Entscheidungen in Übach-Palenberg beeinflussen”, so Gendrisch.
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