Buchautorin einer „unglaublich wahren Geschichte“ im Erzählcafé

Von: mabie
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Offene Worte: Gabi Grabowski las aus ihrem Buch. Foto: M. Bienwald

Übach-Palenberg. „Sie müssen mir nicht glauben. Es reicht, wenn Sie denken, dass es das wirklich geben könnte.“ So begann Gabi Grabowski aus Baesweiler ihre Lesung. Sie war damit am Donnerstagnachmittag im „Erzählcafé“ des Mehrgenerationenhauses am Palenberger Bahnhof zu Gast.

Und sie zog die rund 20 Gäste von Beginn an in ihren Bann. Lebhaft, glaubhaft und voller Überzeugung las sie aus „Wie ich meine Seele fand“, erschienen 2009 im Verlag Alsdorfer Lesebühne. Im Untertitel „Eine unglaublich wahre Geschichte“ macht die Autorin darauf aufmerksam, dass es sich um ihre Geschichte handelt, die sie so erlebt hat.

Gabi Grabowski, Jahrgang 1960, beschreibt sich als „Power-Frau“, die bis zur Erschöpfung durcharbeitet und sich auch für die Wünsche andere aufopfert. Das ging auch lange gut, bis zunächst ihr Vater starb und ihr Bruder schwer erkrankte. Sie, die 1979 ihren Lebenspartner und Mann Georg kennen und lieben lernte, geriet aus ihrer gewohnten Spur. Nackenschmerz setzte ein. Als noch ihr geliebter Hund starb, war es vorbei mit dem geglaubten Seelenfrieden. „Da ist alles zusammengebrochen, das ganze Kartenhaus“, beschrieb Gabi Grabowski nun anschaulich ihre damalige Situation. Ungeduldig wie sie war, nahm sie sich aber keine Zeit, ihre laut medizinischem Gutachten mittelschwere Depression auszukurieren, wollte gleich wieder an die Arbeit.

„Ich funktionierte ja trotzdem noch“, sagte sie den beeindruckten Zuhörern. Doch es sollte noch lange dauern, bis sie wieder Fuß fassen konnte, bis sie ihrem Beruf als Sekretärin nachgehen konnte, was sie heute noch tut. „Mein Mann Georg half mir sehr, indem er mich nie infrage stellte“, hob sie hervor, auch wenn sie ihre Erkrankung lieber als „Wachstumsphase“ formuliert. Doch neben dem Lernprozess, dass sie nicht alles immer schaffen kann, ohne sich dabei völlig zu vernachlässigen, habe ihr auch Begegnungen mit „irdischen und überirdischen Geistern“ geholfen.

Ein „Geist“ erschien ihr beispielsweise in Gestalt ihres nie geborenen Kindes, „es war real, ich lag im Bett, jemand schlug die Decke zurück und schmiegte sich an mich“, beschrieb sie die Begegnung. Später erfuhr sie von ihrer ehemaligen Therapeutin und jetzigen guten Freundin, dass sie tatsächlich mit 32 Jahren einmal für kurze Zeit schwanger gewesen sei. Nachdem sie dem Kind, ein Mädchen, einen Namen gegeben hätte, sei es ihr nie wieder begegnet.

Die Autorin, inzwischen auch zur Bioenergietherapeutin ausgebildet, hat mehr solcher Begegnungen erlebt, weiß aber auch, dass dies schwer zu vermitteln ist. Ein paar Dinge stehen für sie seit ihren schwärzesten Tagen fest: „Durch die Phasen, die Sie am Schlimmsten durchgehen, lernen Sie am besten.“ Gabi Gra­bowski erfreut sich des Lebens, der Harmonie, die in der geistigen Welt herrscht, die aber nicht davon entbindet, Arbeit in der irdischen Welt zu erledigen.

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