Bruchlandung nicht ganz ausgeschlossen

Von: Georg Schmitz
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Prima Wetter nach der harten W
Prima Wetter nach der harten Wintersaison: Beim Modellflugclub Ikarus sind die Maschinen zum Ansegeln aufpoliert. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Mit dem „Ansegeln” beginnt für die Mitglieder des Modellflugclubs (MFC) Ikarus Geilenkirchen in jedem Frühjahr die Flugsaison. Ikarus ist auf dem kleinen, aber feinen Fluggelände in Rischden beheimatet. Das Clubhaus ist dort leicht zu finden, denn es liegt sich am Ende des Ikarusweg.

Lang ersehnt war der erste offene Flugtag nach der heftigen Wintersaison. Vereinsangehörige und Modellflugbegeisterte samt deren Freunde kamen bei strahlendem Sonnenschein auf dem Flugplatz zusammen. Immer wieder eine atemberaubende Situation.

Schleifen und Loopings

Surrend und knatternd fliegen die Modellflugzeuge über Rischden durch die Luft. Auf dem Boden stehen die Piloten mit der Fernsteuerung in der Hand und zeigen den Modellen ihren Weg auf. Die Flugzeuge drehen am Himmel Loopings und Schleifen und landen zumeist sicher am Ausgangspunkt.

Manchmal kommen sie allerdings da runter, wo sie nicht hin sollen - in einer Baumkrone oder in einem benachbarten Feld. Nach einer Bruchlandung ist auch immer mal ein Totalschaden zu vermelden, aber dann geben sich die Modellbauer wieder an die Arbeit oder setzen ein anderes Flugzeug aus dem reichhaltigen Fundus des Modellflugclubs (MFC) Ikarus in Szene.

Hubschrauber erschwinglich

Vorsitzender Wolfgang Chudziak und sein Stellvertreter Thomas Nacken freuten sich über die Resonanz von Seiten der aktiven Modellflieger, denn es herrschte den ganzen Tag über reger Betrieb. „Die Technologie ist rasant fortgeschritten und preiswerter geworden”, erläutert Wolfgang Chudziak und will damit sagen, dass sich auch „Otto-Normalbürger” den Modellflugsport leisten kann. Eine benötigte Funkfernsteuerung habe vor sechs Jahren beispielsweise noch 500 Euro gekostet, heute sei sie für 100 Euro zu haben.”

Kollege Thomas Nacken besitzt Modell-Hubschrauber, die früher noch recht teuer waren. „Auch für Einsteiger ist so ein Hubschrauber heute erschwinglich, und die Handhabung wurde dank Computertechnik revolutioniert”, erzählt Thomas Nacken. Das kann Vorsitzender Wolfgang Chudziak bestätigen: „Thomas war früher der einzige Hubschrauberpilot im Verein, heute haben wir ein halbes Dutzend.” Jetzt sei auch ein komplizierter Bau eines Flugmodells gar nicht nötig, denn es würden ARF-Modelle angeboten. ARF heiße „almost ready to fly”, also direkt flugbereit. „Heute braucht das Flugzeug nur noch ausgepackt zu werden”, sagt Thomas Nacken. Er macht gerade sein „Riesenmodell”, eine Nachbildung des russischen Originals einer „YAK 54” flugbereit. Die Motorkunstflugmaschine im Maßstab von 1 : 3,5 hat eine Spannweite von 3,35 Meter, leistet 25 PS und schafft eine Geschwindigkeit von 250 Stundenkilometern.

Die meisten anderen Vereinsmitglieder des MFC Ikarus, übrigens einem der ältesten Modellflugclubs in ganz Deutschland geben sich da mit kleineren Modellen zufrieden. Gastflieger aus vieler Herren Länder loben immer wieder die hervorragende Infrastruktur des Modellflugplatzes in Geilenkirchen-Rischden. Ein Areal von rund zwei Fußballfeldern, ein großes Clubheim mit Terrasse, Stromanschluss und Duschen, das sei nicht überall zu finden. Das Fluggelände beinhaltet neben der geteerten Start- und Landebahn auch einen Fesselflugkreis, und der ist einzigartig in Westdeutschland.

Beim MFC Ikarus, dessen Gründung auf das Jahr 1958 zurückzuführen ist, wurden schon Deutsche- und Europäische Meisterschaften ausgetragen.

Beim aktuellen Ansegeln konnten die Modellflug-Akteure dank des idealen Wetters die Zeit bis in die Abendstunden nutzen und dies war für den ersten Tag ein toller Erfolg.
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