Boxer zur Jugendolympiade in Singapur

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Neben Tauchen und Skifahren zählt der in Geilenkirchen beheimatete Bundestrainer der Junioren des Deutschen Boxverbandes, Hans Birka, auch das Motorrad zu seinen Hobbys. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Hans Birka kommt in seiner Eigenschaft als Bundestrainer der Junioren des Deutschen Boxverbandes (DBV) viel herum in der Welt. Der heute 60-Jährige wuchs in Marienberg auf und wohnt seit 1973 in Geilenkirchen.

Mit dem U 17 und U 19 Nationalteam war er schon in St. Petersburg/Russland, in Armenien, Aserbaidschan, Irland, Großbritannien und im August 2009 sogar bei der Box-WM in Mexiko. Hans Birka organisiert den kompletten Trainingsablauf und stellt das Jahresprogramm für den Bundes-Nachwuchs zusammen. Die Liste seiner beruflichen Auslandsreisen könnte beliebig fortgesetzt werden.

„Hansi”, so nennen ihn alle seine Freunde und Kollegen, trat in den 80er Jahren in die Fußstapfen seines in Boxkreisen legendären Vaters Kurt Birka. Kurt Birka stammt aus Breslau und hat auch dort geboxt. 1945 kam er nach Übach-Palenberg und gründete hier 1949 mit mehreren Gleichgesinnten die Boxabteilung des VfR, die im Laufe der folgenden Jahre über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt wurde. „Damals hatten die Vereinskämpfe einen hohen Stellenwert”, erinnert sich Hansi Birka.

Nachdem Vater Kurt seinen Rücktritt verkündet hatte, folgte Hansi Birka an die Spitze des Vereins und wurde dort Trainer. Der heute 60-Jährige hat drei Berufsausbildungen abgeschlossen: Er ist gelernter Kfz-Schlosser, Technischer Zeichner und genoss eine pädagogische Ausbildung. Letztere kommt ihm heute beim täglichen Umgang mit Heranwachsenden zugute.

Das Training mit Jugendlichen erfordert Ausgleich und Geduld. „Die jungen Boxer bringen Motivation mit, es müssen aber immer neue Anreize geschaffen werden”, weiß Hansi Birka. Mit Daniel Bulabula und Yassine Moussaoui aus Geilenkirchen sowie Marcus Okosun aus Übach-Palenberg setzen für den VfR derzeit drei erfolgreiche Jungboxer die Fäuste ein.

Seit Olympia 2000 ist der Trainer-Job beim Deutschen Boxverband der Hauptberuf von Birka, wobei er seine Arbeit als sehr zeitintensiv beschreibt. „Im vergangenen Jahr war ich 160 Tage unterwegs und fern von zu Hause”, erinnert er sich. Nachdem vor fünf Jahren der Bundesstützpunkt für den Boxer-Nachwuchs in Köln eröffnet wurde, trainiert Birka hier fast täglich mit seinen „Youngsters” und kommt manchmal erst gegen 23 Uhr in der Nacht wieder nach Geilenkirchen.

Jetzt steht eine neue Herausforderung für Hansi Birka und drei seiner „Schützlinge” an. Artur Bril, Dennis Radovan und Thomas Vahrenholt flogen am Mittwoch zusammen mit dem Geilenkirchener bis zum 28. August zur Jugendolympiade nach Singapur.
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