Übach-Palenberg - Bittschrift gegen Belastung und Gefahren

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Bittschrift gegen Belastung und Gefahren

Von: rh
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Der Übach-Palenberger Stadtteil Scherpenseel ist – im weitesten Sinn – ein Straßendorf. Die Landesstraße 42 führt durch die Wohn- und Geschäftsstraße und bringt auch den Schwerlastverkehr aus Landgraaf mit. Bürger haben sich jetzt an das Land gewandt. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Scherpenseel, ein Stadtteil, ein „Straßendorf“ größtenteils, weil sich die Häuser dicht an die in Richtung Südwest/Nordost verlaufende Heerlener Straße schmiegen. Abgesehen von dem Siedlungsschwerpunkt nördlich der Vom-Stein-Straße fließt der motorisierte Verkehr über die Landesstraße 42. Und das belastet etliche Anwohner.

Die Straße ist viel benutzt. Sie dient auch der Verbindung nach Landgraaf auf niederländischer Seite. Das forderte jüngst ein Nachtfahrverbot für Lastwagen heraus. Aber ein Neubau der Landesstraße 42 wäre die gründlichere Lösung.

Darüber wurde und wird oft geredet. Immer wieder befasst sich die Politik mit dem Stichwort. Vor kurzem wurde es sogar parlamentsrelevant, nachdem sich Petra Müller, Fraktionssprecherin der FDP für Stadtentwicklung im Deutschen Bundestag, in Übach-Palenberg persönlich sachkundig gemacht hatte.

Ende Oktober des Vorjahrs bereits war in einem Brief festgehalten worden, dass die Stadt auf deutscher Seite, die Gemeinde Landgraaf wie auch die Provinz Limburg den geforderten Ausbau der L 42 fordern, und zwar als „dringend benötigter Lückenschluss“, wie an dieser Stelle noch am 28. März zu lesen war.

Um diese Zeit herum entstand auch ein Gesuch, von Scherpenseeler wie Landgraafer Bürger formuliert und an den Landtag in Düsseldorf adressiert. „Bereits seit vielen Jahren leiden wir als Bürger der Städte Übach-Palenberg und Landgraaf und Anlieger der Heerlener Straße auf deutscher und der Grensstraat auf niederländischer Seite massiv unter dem immer weiter wachsenden Verkehr, der sich tagtäglich durch unsere schmale Ortsdurchfahrt quält“, wird dem Petitionsausschuss geschildert.

„Dies bedeutet nicht nur eine erhebliche Einschränkung unserer Lebensqualität durch Lärm und Abgase, sondern durch den sehr starken Schwerlastverkehr auch hochgefährliche Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit“, formulieren namentlich Wolf-Sören Radtke und Helmut Grundmann sowie die Niederländer F. Schomanns und R. Wit.

„Dies geht soweit, dass wir unsere Kinder nicht mehr ohne Angst vor die Türe gehen lassen können, geschweige denn ihnen zu erlauben, mit dem Fahrrad zum Beispiel zur Schule zu fahren. Von daher ist schon die derzeitige Situation für uns ein unhaltbarer Zustand.“

Gesprochen wird von einer „nicht hinnehmbaren Situation“, die nach Entschärfung rufe. Zudem soll ja der prognostizierte weitere Verkehrszuwachs bewältigt werden. Deshalb, erinnern die Briefautoren, werde seit geraumer Zeit auf politischer Ebene über den Bau einer grenzüberschreitenden Umgehungsstraße diskutiert.

„Wir haben sowohl auf deutscher als auch niederländischer Seite bei den Städten Übach-Palenberg und Landgraaf immer wieder darauf hingewiesen, dass das Thema keinen weiteren Aufschub duldet“, heißt es in der Petition.

Von den zuständigen Stellen beider Städten sei zu erfahren gewesen, dass auf niederländischer Seite Weichen für die Straße gestellt sind, was die Planung und die Finanzierung betreffe. Die Protestschreiber sehen das Problem vielmehr auf deutscher Seite, beim Land NRW, das „trotz nachgewiesenen Bedarfs“ der Umgehungsstraße L 42 n die angemessene, hohe Priorität verweigert. Was muss geschehen, fragen die Autoren, dass der dringende Handlungsbedarf erkannt werde.

Konkret werden die Abgeordneten über den Petitionsausschuss gebeten:

„Aufgrund der schon derzeit unhaltbaren Situation vor Ort und dem in der auf allen Seiten bekannten und akzeptierten Verkehrsprognose eindeutig nachgewiesenen Bedarf mit Nachdruck auf eine schnelle Realisierung der L42n hinzuwirken“ sowie „zu veranlassen, dass hierzu bereits sehr kurzfristig vonseiten des Landes NRW Gespräche mit den Beteiligten vor Ort, aber auch mit den zuständigen Stellen auf niederländischer Seite geführt werden mit dem Ziel, möglichst rasch in den weiteren Planungs- und Realisierungsprozess einzusteigen.“

Die Autoren der Bittschrift nach Düsseldorf schließen:

„Wir sind überzeugt, dass trotz aller finanzieller Probleme, mit denen sich das Land NRW konfrontiert sieht, in einem konstruktiven Dialog im Rahmen einer projektbezogenen Partnerschaft eine mach- und vor allem finanzierbare Lösung gefunden werden kann, die unseres Erachtens darin bestehen kann, dass zwar nur ein kleiner Teil der ursprünglich geplanten Verbindung – nämlich zwischen Landgraaf und Scherpenseel – gebaut wird, dieser jedoch bereits erheblichen entlastenden Effekt hätte.“

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