Birgdener Wandervögel stellen musikalisches Niveau unter Beweis

Von: agsb
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Der Nachwuchs des Mandolinen-Orchesters Wandervogel Birgden zeigte sein musikalisches Talent beim großen Konzertabend. Foto: agsb

Gangelt-Birgden. Das Mandolinen-Orchester Wandervogel Birgden präsentierte in der Birgdener Pfarrkirche St. Urbanus ein perfektes Weihnachtskonzert. Und das Orchester ist weiter dabei, seinen Bekanntheitsgrad auszubauen. Die vielen Konzerte mit ihren alljährlichen Höhepunkten im Schloss Zweibrüggen sowie das „Heimspiel“ jeweils kurz vor dem Weihnachtsfest sind beste Beweise dafür.

Das Orchester musizierte auch diesmal wieder auf hohem Niveau. In der Pfarrkirche freuten sich jedenfalls wieder zahlreiche Freunde des Mandolinenorchesters und verfolgten entspannt im Gotteshaus die nicht alltägliche Musik. Und bereits bei den ersten Klängen schien das Orchester unter Leitung von Christel Haak mit einer besonderen Leichtigkeit zu agieren.

Die Orchestermitglieder zupften auf ihren Instrumenten mal fröhliche und melancholische Melodien, mal wechselten sich schnelle, langsame oder lebhafte Passagen ab. Die musikalische Reise führte nach Italien, das Heimatland der Mandolinen. Mit „Poesia Alpestre“ machte das Orchester seine Aufwartung an die Alpenländer, meisterte hier bereits viele Höhen. Das Konzertprogramm wurde immer wieder durch Solisten aufgelockert, so standen gleich in „Olgas Blues“ mit Natalie Jansen, Anthi Makrogianni, Luisa Merkelbach und Jonas Merkelbach vieler Solisten in erster Reihe.

Über Napoli mit der „Serenata napolitana“ und „Ungarischen Skizzen“ folgte eine „Romanze in F-Dur“ mit einer besonderen Fantasie, hier glänzte Solist Hubert Meehsen. Ganz modern klingt „Air“ von Johann Sebastian Bach. Der Komponist setzt in mehreren seiner Suiten einen mit „Air“ oder „Aria“ bezeichneten Satz ein, beispielsweise in der zweiten und vierten Französischen Suite und in der vierten und sechsten Partita. Diese Sätze sind in Tempo und Charakter sehr unterschiedlich. Ein geschickter Arrangeur namens H. Prell erreichte hier Erstaunliches mit diesem Werk, wobei natürlich das jeweilige Orchester schon bestens besetzt sein muss und – wie in Birgden – von einer exzellenten Dirigentin geleitet wird. Erst dann wird dieses Stück zum musikalischen Hörgenuss. Und es war kein Wunder, dass das Publikum bereits bereits zur Halbzeit des Konzertabends begeistert applaudierte.

Das folgende Wiegenlied „Schlafe, mein Prinzchen schlaf ein“ wurde lange W. A. Mozart zugeschrieben, dann Bernhard Flies und nach neueren Forschungen von Friedrich Anton Fleischmann (1766-1798). Dem Musikfreund und dem Orchester war es eigentlich egal, wer dieses Werk geschrieben hatte, denn es folgten zu schnell vorbeilaufende Minuten.

Solistin Sabine Clemens stand im Mittelpunkt, das Ensemble schien über sich hinauszuwachsen. Ganz sicher aus der Feder Mozarts stammte „Au Temps de Pierrot et Colombine“ aus der Sinfonie Nr. 40 KV 550, hier arrangierte M. Ritter ein Werk für Mandolinenklängen. Auch hier wurde Musik mit feinstem Gespür geboten. Die am 23. Dezember 1893 erstmals in Weimar aufgeführte Oper Hänsel und Gretel wurde zum Welterfolg und brachte Engelbert Humperdinck Ruhm und finanzielle Unabhängigkeit. Das Mandolinen-Orchester spielte Tänze und Weisen aus „Hänsel und Gretel“, und die beiden Solistinnen Sabine Clemens und Ursula Clemens begeisterten dabei das Publikum.

Zum großen Finale bat das Orchester zur „Christmas time“. Das Mandolinen-Orchester Wandervogel Birgden spielte erneut ein großes Konzert, darin waren sich alle Besucher einig, und Dirigentin Christel Haak dankte ihrem Orchester selbst mit Applaus und sagte Danke.

Der Nachwuchs faszinierte ebenfalls und erhielt den verdienten Applaus. Drei Mädels standen im Mittelpunkt. Die Dirigentin lobte das Terzett mit einem anerkennenden „Bravo Mädels“.

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