Birgdener Dorfbühne: Im Ochsenstall wächst jeckes Wohlgefühl

Von: agsb
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Die Dorfbühne feierte ihre Komödie „Karneval im Ochsenstall“, bereitete sich und vielen Besuchern ein köstliches Theatervergnügen. Foto: agsb

Gangelt. Seit 49 Jahren ist die Dorfbühne ein Garant für Heiterkeit. Schlagzeilen wie „Besser als Millowitsch“ waren zu lesen. Birgden hat mit dem „Ochsenstall“ jetzt eine neue „Hochburg“.

Kurz vor dem 50. Jubiläum der Dorfbühne hat sie sich selbst die Messlatte hoch gelegt. Doch man schaut mit Optimismus – auch mit jugendlichem Aufschwung dank sechs neuer Mitglieder aus den zurückliegenden Jahren – auf die kommenden Herausforderungen für die Dorfbühne.

Mit zehn Akteuren hat sich die Dorfbühne an den Dreiakter „Karneval im Ochsenstall“ herangewagt. Regisseur Werner Jansen hat mit Weitsicht die Rollen bestens verteilt, hatte einen Glücksgriff mit der Rollenvergabe. In der Vorlaufzeit zur Premiere sah sich der Regisseur bestätigt, dass schon im Vorfeld eine „prima Karnevalsstimmung im Ochsenstall“ herrschte.

Sichere Rollenvergabe

„Die Rollen standen fest. Ich wusste ja, wer mitspielt“, lachte Werner Jansen nach der Premiere. „Ich wunderte mich bereits bei den Proben selbst über die Spielfreude einiger Akteure, wie zum Beispiel Thomas Jansen. Er ist seit drei Jahren dabei, ist reifer geworden und hat nun endgültig den Durchbruch geschafft“, freute sich der Regisseur. Alle Laiendarsteller der Dorfbühne präsentierten sich fernsehreif – Werner Jansen sah „Herz und Liebe“ bei allen Akteuren, war auch „mächtig stolz“ auf das Team hinter der Bühne mit Gerold Servas, Yvonne Tholen.

Für die Besucher war es zunächst eine Überraschung, die Darsteller einmal närrisch kostümiert auf der Dorfbühne zu sehen. Hintergrund – und somit Inhalt des Stücks: Zehn Bürger aus Birgden hatten die Idee zur Gründung des Karnevalsvereins, als Narrenhalle wurde der Ochsenstall der Wirtsleute Katharina und Friedrich Ochs (Anneliese und Peter Pougin) ausgewählt.

Bauunternehmer Heini Baumeister (Werner Jansen) sieht sich als idealer Vorsitzender der Gruppe; im Clownskostüm spielt er im Karnevalsrummel eine tolle Nummer. Der Bauer Hubert Lämmerlein (Achim Müller) wittert eine Chance, seine Tochter Adelheid (Lea Schmitz) als Prinzessin an den Prinzen zu bringen. Pfarrersköchin Judith Frohgemut (Rose Fahlenbock) hält dagegen stets moralische Bedenken, obschon sie selbst Geheimnisse verbirgt, möchte lieber den Kirchenchor samt Orgel als Sitzungskapelle auftreten lassen.

Schwung bringen weiter Anne Pougin als richtige Tochter der Wirtsleute Ochs wie auch Sohn Jochen (Thomas Jansen), Findelkind Carmen (Sandra Nobis) sowie Pizzabäcker Umberto (Martin Dahlmanns), der mit italienischem Akzent seine Rolle mehr als perfekt spielte und Würze ins Spiel brachte. Plötzlich taucht in der Szene ein zweites Findelkind auf, doch beide bekamen schließlich ihren Prinzen und ihre Prinzessin.

Als die Akteure in ihren schicken Karnevalskostümen in ihre Szenen traten, gab es mehrfach Szenenapplaus. Großen Beifall bekam auch die Feuerwehrkapelle mit Jens Buchkremer und Tobias Jansen, die mit ihren Instrumenten durch die „gute Stube“ huschten.

Das Stück begeisterte zudem durch zahlreiche „Sprüche aus dem Leben“ und solche, die selbst manches Drehbuch nicht kennt. Endgültiges Beispiel: „Mutter, ich bin froh, dass du nicht meine Mutter bist.“

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