Gangelt - Biker-Corso: Kommt der Eintrag ins Guinnessbuch?

Biker-Corso: Kommt der Eintrag ins Guinnessbuch?

Von: Karl-Heinz Hamacher
Letzte Aktualisierung:
Im ersten Motorrad des langen
Im ersten Motorrad des langen Corso, das von Artus Coenen gesteuert wurde, saßen Sascha und Viviane Schulz, die erst zwei Tage vorher geheiratet hatten. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. „Das Wichtigste war, dass alle Menschen mit Behinderungen ein Platz auf einem Motorrad angeboten werden konnte”, ist das erste Resümee von Horst Sommer, dem Vorsitzenden der „Biker- und Trikerfreunde ohne Grenzen”, und von seinem Stellvertreter Ed Haartmans.

Der Motorradclub feierte am Wochenende sein zehnjähriges Bestehen und hatte dazu einen Weltrekord-Versuch angekündigt, der allerdings schon im Vorfeld wegen fehlender Masse reduziert wurde. 6000 Teilnehmer sollten mit 500 behinderten Menschen den längsten Corso in dieser Kombination bilden. Jetzt wurde jede Motorradkategorie einzeln gezählt; 351 behinderte Menschen waren dabei.

Ob es nun einen Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde geben wird, steht noch nicht fest.

Aber auch hier sind die beiden Hauptverantwortlichen sich einig: „Das werden wir geschafft haben!” Besprenkelt mit 2,5 Litern Weihwasser durch Diakon Stephan Lütgemeier machten sich 952 Motorräder, Quads, Trikes, Gespanne und Roller - darunter sogar historische Zustellfahrzeuge der alten Bundespost - auf den Weg von Gangelt über den Selfkant nach Waldfeucht und zurück.

48 Kilometer wurden in gut 100 Minuten zurückgelegt. Als das erste Motorrad im Selfkantörtchen Havert einfuhr, setzte sich in Gangelt der letzte Teilnehmer in Bewegung.

Der Corso war rund acht Kilometer lang, und Franz Plum in Hastenrath hatte gestoppt, dass es vom ersten bis zum letzten Teilnehmer genau 22 Minuten gedauert hat.

Im ersten Motorrad, das von Artus Coenen gesteuert wurde, saßen Sascha und Viviane Schulz, die erst zwei Tage vorher geheiratet hatten und damit die Ehrengäste des Tages waren.

Ehrengast war aber auch Käthe Köstlich, ein Düsseldorfer Original, das mit dem Motto „Ich bin halt Manns genug, eine Frau zu sein”, wirbt und sich zu zwei der drei Schirmherren, Bürgermeister Bernhard Tholen aus Gangelt und Heinz-Josef Schrammen aus Waldfeucht, in einen Oldtimer setzte und ziemlich weit vorne die Parade der vielen Schaulustigen entlang der Strecke abnahm. Viele Schaulustige nutzten jeden Engpass, an dem sich der Corso staute, um Fotos von den teils abenteuerlich aussehenden und chromblitzenden Maschinen zu machen.

Nummernschilder aus dem In- und Ausland wiesen darauf hin, wie weit sich die Idee im Dienst der guten Sache verbreitet hatte. Das alles, so hatte es Horst Sommer in einer kurzen Ansprache vor dem Start gesagt, war nur möglich durch die hervorragende Zusammenarbeit mit der Polizei, dem Straßenverkehrsamt und den über 200 Helfern, die an der Strecke Sicherungsarbeiten erledigt haben.

„Eine so große Veranstaltung hat es in der Region wohl noch nie gegeben”, zeigte sich Heinz-Josef Schrammen, Bürgermeister aus Waldfeucht, tief beeindruckt, und auch Bürgermeister Bernhard Tholen dankte den Organisatoren für die gute Werbung sowohl für den Ort als auch für die Region „Der Selfkant”.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert