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„Best Ager” eine interessante Käufergruppe

Von: st
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Geilenkirchen. „Das Konsumverhalten der Generation 50plus kann ein Motor für Umsatz und Absatz sein und damit über neue und bestehende Existenzen entscheiden.” Professor Harald. F. Ross aus Hückelhoven, der als Honorarprofessor in Köln Marketing und Kommunikation lehrt, führte die Gäste beim Neujahrsempfang des Aktionskreises im Haus Basten (wir berichteten) mit seinem Vortrag „Alte Menschen - neue Märkte” auf einen Pfad, „das Alter auch einmal als neue Herausforderung, als spannenden Prozess und freigesetzte Energien” zu betrachten.

Die Devise der Generation 50plus laute, Neues probieren oder Verpasstes aufholen, die Träume von früher heute leben. Dies habe auch damit zu tun, dass die Vererbungsmentalität der Nachkriegszeit nachlasse und die Lust steige, die Erspranisse selbst zu genießen und zwar sehr konkret.

„Während diese Aussichten die Erbengeneration eher in Angst und Schrecken versetzt, schickt sich die Generation 50plus an, einen zweiten Aufbruch zu wagen.” Darauf müssten sich der Handel, das Dienstleistungsgewerbe, die Produzenten und nicht zuletzt eine Stadt einstellen. Die heutige Rentnergeneration sei die reichste, die wir je hatten. „Die Kaufkraft der über 50-Jährigen beträgt mehrere100 Milliarden Euro. Jeder dritte Euro des privaten Konsums werde schon jetzt von älteren Kunden ausgegeben.

50plus werde daher eine weitaus größere Rolle für Umsatz und Absatz spielen als je zuvor. Ross empfahl: „Die Anbieter müssen sich bewusst auf diese Entwicklung einstellen, denn die Bedürfnise dieser Generation werden zunehmend die Nachfrage bestimmen.” Denn: „Schon heute sind die über 50-Jährigen in den Gütergruppen Nahrungsmittel, Bekleidung und Reisen mit rund 50 Prozent für die Nachfrage verantwortlich.”

Ross stellte dem Publikum den „Best Ager” vor, der wichtig für die Kaufentscheidungen anderer sei. „Junge Menschen orientieren sich verstärkt am Konsumverhalten der älteren.” Familien würden wieder zusammenwachsen, Eltern würden zu Freunden. „Zwei Generationen können gleichzeitig angesprochen werden.” Der Marketing-Fachmann empfahl: „Eine gute Idee ist daher ein paralleles Vorgehen gegenüber Best Agern und Junioren. Universalprodukte lautet die Devise. Das sind Güter oder Leistungen, die allen Altersgruppierungen Vorteile bieten. Kurz: Produkte für alle.”

Best Ager honorierten Freundlichkeit, eine 24-Stunden-Präsenz, sehr gute fachliche Beratung, unkompliziertes Umtauschen mit Geld-zurück-Garantie, Abhol- und Bringservice bis zur Haustür. Sie nutzten Entspannungskurse auf hohem Niveau, Angebote des gepflegten Saunierens, Spezialkurse für Powerladies und Powermen und Hotels mit eleganter Einrichtung, aufmerksamem Service und dezentem Luxus. Die Gartenarbeit nehme zunehmend einen hohen Stellenwert ein, Balkon oder Terrasse würden zu Räumen des gehobenen Lifestyles, häusliche Gastlichkeit mit Kochen und Grillen nehme an Stellenwert zu. Die Nachfrage steige in den Sortimenten Feinkost, Weine und Spirituosen, Frischegüter und Konditoreiprodukte.

Den Händlern gab Ross Tipps zur Ausstattung ihres Geschäftes: große Schilder, gutes Licht, rutschfeste Böden, 24-Stunden-Service bringen und holen, klare Farbkodierung, Produktplatzierung in Augenhöhe, Beratung durch geschultes Personal, breite Gänge, Ruhezonen und Toiletten sowie großzügige Kassenzonen. Der Experte zum „Türöffner Werbung”: „Versprechen Sie mit Ihrem Produkt oder Angebot Gesundheit und Schönheit, Lebensfreude und Selbstverwirklichung.”
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