Geilenkirchen - Besserer Service: Neues Bürgerbüro im Rathaus

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Besserer Service: Neues Bürgerbüro im Rathaus

Von: Udo Stüßer
Letzte Aktualisierung:

Geilenkirchen. Im Prinzip sind sich die Parteien einig: Sie alle wollen eine bürgerfreundliche Verwaltung. Die Verwaltung selbst hat die Initiative ergriffen und plant eine Servicestelle im Rathaus.

In diesem Bürgerbüro sollen möglichst viele Dienstleistungen aus einer Hand mit bürgerfreundlichen Öffnungszeiten angeboten werden. Zum Jahresbeginn wurde in der Stadtverwaltung eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die ein Konzept mit Aufgabenkatalog, Öffnungszeiten sowie Personal- und Raumbedarf erarbeitet hat.

Rund 70 verschiedene Dienstleistungen, zum größten Teil bislang Aufgaben des Einwohnermelde- und des Passamtes, beinhaltet der Aufgabenkatalog. Die Öffnungszeiten sollen von derzeit 33 auf künftig 41 Wochenstunden ausgeweitet werden, der Personalbedarf steigt gegenüber der jetzigen Besetzung des Einwohnermelde- und Passamtes um zwei Stellen.

Das Planungskonzept für ein solches Bürgerbüro hat der Geilenkirchener Architekt Dipl.-Ing. Dieter Wimmers erarbeitet. Seine Vorstellungen von einem Bürgerbüro erläuterte er im Haupt- und Finanzausschuss. Sinn eines Bürgerbüros sei die Bearbeitung von Bürgeranfragen an einem Ort und möglichst von einer Person. Das Bürgerbüro will Wimmers im Erdgeschoss des Rathaus-Neubaus ansiedeln.

Er zeigte Bilder vom derzeitigen Einwohnermeldeamt: „Heute düster und nicht sehr freundlich.” Geplant ist hier ein heller, freundlicher offener Bereich mit einer Wartezone und einer Spielecke für Kinder. An der Infotheke kann der Besucher nicht nur eine kurze Frage stellen, sondern direkt von einem Sachbearbeiter bedient werden. Arbeitsplätze sind ebenfalls vorgesehen: Hier kann der Bürger dann vor Ort seine Formulare ausfüllen und erhält bei Fragen direkt Hilfe.

Drei Beratungszimmer, ein Back Office, in dem Verwaltungsmitarbeiter in Ruhe arbeiten können, und ein Leiter-Büro sind ebenfalls vorgesehen. Damit es im Bürgerbüro ruhig zugeht, soll hier Teppichboden verlegt werden. „Unser Ziel ist, dass der Bürger nicht von Pontius zu Pilatus durchs Rathaus läuft. Bei zwei Fragen sieht er künftig nur ein Gesicht”, sagte Bürgermeister Thomas Fiedler.

Derzeit sei die Verwaltung personell knapp ausgestattet, für die Einrichtung eines Bürgerbüros müsste Personal umgeschichtet werden. „Und die Mitarbeiter müssen ihren Horizont erweitern”, wies er auf höhere Anforderungen hin. Denn: „80 Prozent ihrer Angelegenheiten können die Bürger demnächst in dieser Servicestelle erledigen.”

„Wir begrüßen diese Planung. Wir fordern das Bürgerbüro bereits seit zehn Jahren”, erklärte für die SPD deren Fraktionschef Horst-Eberhard Hoffman. Auch Bürgerlisten-Fraktionsvorsitzender Christian Kravanja bezeichnete die Planung als „gelungen”. Dr. Joachim Möhring (SPD) sagte: „Die Erkelenzer Stadtverwaltung hat auch samstags geöffnet und wird dann am meisten frequentiert.”

Die CDU befürworte die Planung, sagte Manfred Schumacher. Allerdings stellte der CDU-Stadtverordnete eine entscheidende Frage: „Wo kommt das Geld her?” Fiedler hatte mit Kämmerer Heinz Gemünd hin- und hergerechnet. Das Ergebnis: „Es geht nur über Kredit”, so Fiedler. Bis zu 275000 Euro Kosten seien zu erwarten. Aus Mitteln für Straßenbaumaßnahmen seien 100000 Euro an Kreditaufnahmen noch nicht getätigt worden. Diese könne man für das Bürgerbüro einsetzen, erklärte Fiedler.

Den Rest könne man aus Krediten finanzieren, die in diesem Jahr für den zweiten Bauabschnitt der Konrad-Adenauer-Straße vorgesehen seien. Schließlich wolle man mit dem zweiten Bauabschnitt erst nach dem Weihnachtsgeschäft beginnen.
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