Berufsbörse: Schüler spazieren auf einem Markt der Möglichkeiten

Von: mabie
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Anfassen, ausprobieren, selbst etwas tun: Auch das war Teil der informativen Berufsbörse der Willy-Brandt-Gesamtschule Übach-Palenberg. Das Angebot wurde gern angenommen. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Was mache ich nach der Schule? Lieber studieren oder doch eine Ausbildung? Das sind Fragen, mit denen sich Schüler spätestens in der neunten Klasse konfrontiert sehen. An der Willy-Brandt-Gesamtschule in Übach-Palenberg wird noch ein wenig früher angesetzt.

Hier wird die alljährliche Berufsbörse im großen Pädagogischen Zentrum (PZ) für alle Schüler der Stufen acht bis zehn verpflichtend gemacht, bis zur Jahrgangsstufe 13 wird eingeladen.

Mit einem „Laufzettel” in der Hand müssen sie verschiedene Stationen besuchen und sich vor Ort informieren. Und die Auswahl fiel bei der neuesten Auflage dank der umfangreichen Vorarbeiten der Berufskoordinatorin der Schule, Elke Philipp, gar nicht so einfach. Denn rund 30 Betriebe und Institutionen der Region stellten sich vor.

„It´s Your Life!” war die Börse überschrieben und machte damit den jungen Menschen deutlich, dass sie zumeist die Wahl haben, für welchen Beruf sie sich entscheiden. Schüler wie auch interessierte Eltern erhielten zielgenaue Auskünfte zu schulischen Voraussetzungen, geforderten Fähigkeiten und Fertigkeiten, dem Berufsalltag und auch Verdienst- und Aufstiegsmöglichkeiten.

Natürlich gab es dabei vor allem bei den Industrie- und Handwerksbetrieben wie der Firma Oerlikon Schlafhorst auch was zum Anfassen. Auch Löten war an anderen Ständen möglich, dazu kamen Spiele, die auf geforderte Qualitäten wie Geschick, Ausdauer und Tempo abzielten. Wieder andere Institutionen wie Bundeswehr und Polizei waren mit erfahrenen Kräften vor Ort, die aus der Praxis berichten konnten. Doch der „Markt der Möglichkeiten”, wie die Berufsbörse von der Schulleitung gern genannt wird, bot noch vieles mehr.

Von der Ärztekammer Nordrhein über die Agentur für Arbeit, Alten- und Pflegeheime, die Theaterschule Aachen, die Gangelter Einrichtungen, Krankenkassen, Software- und Verpackungsspezialisten, Maschinenbauer, Techniker, Banker bis zur Zentralen Studienberatung der RWTH Aachen, der Universität Maastricht und der Katholischen Fachhochschule, die über eine breite Palette von Studienmöglichkeiten informierten, reichte das Angebot an Informationen.

Große Begeisterung

Die Schüler waren begeistert und nahmen das große Angebot wie schon beim ersten Mal im Jahr 1997 an. Und sie wurden damit gleichzeitig ein Teil des umfassenden Berufswahlkonzeptes der Schule. „Wir wollen damit für die jungen Menschen einen Beitrag leisten”, schloss Schulleiter Manfred Ehmig, „um ihnen im Vorfeld einer wichtigen persönlichen Entscheidung Perspektiven und Chancen aufzuzeigen.”
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