Geilenkirchen - Berufs- und Studieninformationsbörse im Gymnasium St. Ursula

Berufs- und Studieninformationsbörse im Gymnasium St. Ursula

Von: jpm
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Nichts geht über ein persönliches Gespräch: Das fanden die Besucher der acht bisherigen Auflagen von „Be Future“ heraus. Und es schadet auch nicht, wenn man zwischendurch schon mal selbst anpacken Foto: Markus Bienwald (3), Jan Mönch (1)
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Geilenkirchen. „Wir haben jeden Quadratzentimeter ausgereizt“, sagt Wilfried Kleinen. Nach allem, was man weiß, wird die zehnte Auflage von „Be Future“ also nicht noch mal größer werden. Sicherlich könne man bei der Ausstellung noch weitere Infostände
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Nichts geht über ein persönliches Gespräch: Das fanden die Besucher der acht bisherigen Auflagen von „Be Future“ heraus. Und es schadet auch nicht, wenn man zwischendurch schon mal selbst anpacken Foto: Markus Bienwald (3), Jan Mönch (1)
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Nichts geht über ein persönliches Gespräch: Das fanden die Besucher der acht bisherigen Auflagen von „Be Future“ heraus. Und es schadet auch nicht, wenn man zwischendurch schon mal selbst anpacken Foto: Markus Bienwald (3), Jan Mönch (1)

Geilenkirchen. „Wir haben jeden Quadratzentimeter ausgereizt“, sagt Wilfried Kleinen. Nach allem, was man weiß, wird die zehnte Auflage von „Be Future“ im kommenden Jahr also nicht noch mal größer werden. Sicherlich könne man bei der Ausstellung noch weitere Infostände in den Klassenräumen unterbringen. Die wären dann aber etwas „ab vom Schuss“.

Aber wozu in die Ferne schweifen? Erst mal gilt es ja, die diesjährige Berufs- und Studieninformationsbörse über die Bühne zu bringen. Und die steht kurz bevor: Am Freitag, 24. Oktober, und am Samstag, 25. Oktober, stehen die Tore des Gymnasiums St. Ursula für Schüler jeder Schulform wieder weit offen, am Freitag von 9 bis 15 Uhr und am Samstag von 9 bis 13 Uhr.

Die Schirmherrschaft hat der Bundestagsabgeordnete Wilfried Oellers übernommen, Medienpartner ist der Zeitungsverlag Aachen. Hinter den Toren warten 64 Aussteller aus so ziemlich jedem Bereich darauf, die Schüler über die Möglichkeiten zu informieren, die sich ihnen nach Ende der Schullaufbahn bieten: Universitäten und Fachhochschulen hat Wilfried Kleinen gemeinsam mit seinem Partner Robert Jansen ebenso gewinnen können wie Behörden und Vereine sowie nicht zuletzt Vertreter der freien Wirtschaft.

Kleinen: „Wir setzen ganz bewusst auf ein breites Angebot ohne einzelne Schwerpunkte.“ Erstmals werden versuchsweise auch einige – anmeldepflichtige – Workshops angeboten.

„Be Future“ ist vor neun Jahren als Veranstaltung der Geilenkirchener CDU an den Start gegangen, damals noch in recht überschaubarem Rahmen. 15 Aussteller und 120 Besucher kamen bei der ersten Auflage. Am 24. und 25. Oktober werden es wohl wieder über 2000 sein.

„Das Bewusstsein, dass in zwei, drei Jahren etwas passiert, ist bei jedem Schüler im entsprechenden Alter da“, glaubt Robert Jansen, der Lehrer am St.-Ursula-Gymnasium und somit nahe an der Zielgruppe dran ist. Die Studien- beziehungsweise Berufswahl sei meist die erste große Entscheidung, die man als junger Mensch in seinem Leben – mehr oder weniger – alleine trifft.

Schon deshalb sollte ein Besuch im Gymnasium auf freiwilliger Basis geschehen. Was nicht bedeutet, dass es nicht hilfreich ist, wenn Eltern mitkommen und dem Sprössling vielleicht den ein oder anderen ermunternden Schubser geben.

Die Unübersichtlichkeit des Marktes macht es für die Schulabgänger der näheren Zukunft nicht einfacher, eine Entscheidung zu treffen – und eine Infobörse wie „Be Future“ umso notwendiger. Wenn dem Weg des Einzelnen die Geradlinigkeit fehlen sollte, sei das nicht weiter tragisch, sagt Robert Jansen. Soll heißen: Wer – beispielsweise – im ersten Semester oder im ersten Ausbildungsjahr feststellen sollte, dass er sich die Sache irgendwie völlig anders vorgestellt hat, kann immer noch die Reißleine ziehen und sich neu orientieren. Falsch sei nur, überhaupt nichts zu tun. „Das Ziel liegt nicht immer am Ende des Weges, sondern oft auch am Rande.“

Dass an diesem Satz etwas dran ist, dafür ist Wilfried Kleinen selbst übrigens das beste Beispiel. Er absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Bekleidungstechniker und Gestalter, also einen kreativen Beruf. Anschließend leistete er noch seinen Wehrdienst – und blieb bei der Bundeswehr.

Heute ist Wilfried Kleinen dort zuständig für Personalentwicklung und -gewinnung – und betreut als verantwortlicher Redakteur auch das Portal bundeswehr-karriere.de. Selbst der weltbeste Berufsberater hätte dem Schulabgänger Wilfried Kleinen diesen Weg seinerzeit so wohl nicht zu prophezeien gewusst. Gegangen ist er ihn trotzdem.

Auch Robert Jansens Vita ist lehrreich. Zwar wusste er bereits als Schüler, dass er mal auf der anderen Seite des Pults stehen wollte. Das Besondere ist, dass er sich strikt nach seinen Interessen gerichtet hat. Als Jansen sein Lehramtsstudium begann, war dies keine sonderlich aussichtsreiche Berufswahl. „Viel Spaß beim Taxifahren“, wurde ihm schon mit auf den Weg gegeben.

Als er die letzten Prüfungen abgelegt hatte, hatte der Wind sich um praktisch 180 Grad gedreht. Arbeit fand er praktisch sofort. Darum sagt Jansen heute: „Es bringt nichts, seine Wahl nur auf die Berufsaussichten zu stützen. Wichtig ist, dass zumindest eine kleine Flamme für die Richtung, für die man sich entscheidet, schon brennt.“

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