Geilenkirchen - Bei Feuer, Hitze und Qualm trainiert

Bei Feuer, Hitze und Qualm trainiert

Von: g.s.
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Armin Pennartz und Michael Meyer (v.r.) sowie Franz-Josef Alshut (l.) und das Ausbilderteam gratulierten den jungen Feuerwehrkräften der Stadt Geilenkirchen zum erfolgreichen Abschluss des Atemschutzgeräteträgerlehrgangs. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Neun Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Geilenkirchen haben jetzt ihren mehrwöchigen Atemschutzgeräteträgerlehrgang beendet.

Unter Leitung von Hauptbrandmeister Günter Heinrich und Brandinspektor Franz-Josef Alshut vermittelte das Ausbilderteam der Feuerwehr mit Dr. med. Ralf Hausmann, den Brandinspektoren Norbert Randerath und Thomas Graf sowie den Unterbrandmeistern Frank Lauter und Joachim Merkelbach den Teilnehmern an zehn Tagen mit insgesamt 58 Stunden das umfangreiche Wissen in Theorie und Praxis.

Bei der theoretischen Ausbildung wurden die Themen Atmung des Menschen, Blutkreislauf, Wirkung von Schadstoffen auf die Atemweg des Menschen, Atemschutzkunde, Gesetze und Vorschriften behandelt. Die praktische Ausbildung umfasste ein Übungsspektrum, bei dem auch das theoretisch Erlernte angewendet werden musste.

Dazu gehörte eine Einsatzübung im Brandhaus Aachen, wo die Feuerwehrleute unter realistischen Bedingungen mit Verqualmung, Feuer und Hitze den Notfall trainieren können. Nachgestellte Brandsituationen mit Küchenbrand oder Gasflaschenbrand forderten die unabdingbare geistige und körperliche Fitness der Teilnehmer.

Weitere Einsatzsituationen unter extremen Bedingungen (große Hitze, keine Sicht) zeigten auf, was in der Realität hautnah durchgeführt werden muss. Eine Belastungsübung in der Atemschutzstrecke des Kreises Heinsberg im Feuerschutzzentrum in Erkelenz ergänzte den praktischen Teil.

Bevor ein Feuerwehrangehöriger den Atemschutzgeräteträgerlehrgang besuchen kann, erfolgt bei einem Arzt eine Tauglichkeitsuntersuchung nach berufsgenossenschaftlichen Untersuchungsrichtlinien, die alle drei Jahre wiederholt werden muss. Ein Atemschutzgeräteträger setzt sich bei Lösch- und Gefahrguteinsätzen an „vorderster Front” ständig neuen Gefahren aus. Stark verqualmte Gebäude müssen oftmals „blind” begangen werden.

Hitze, gelagertes Material, Stufen, Bodenöffnungen stellen unbekannte Gefahren für Leib und Leben der Feuerwehrkräfte dar. Weil die Kameraden bei einem Einsatz immer in einem Trupp von zwei bis drei Mann vorgehen, sind Teamarbeit und Vertrauen unerlässlich. Das Tragen eines bis zu 17 Kilogramm schweren Atemschutzgerätes erfordert eine absolute körperliche Fitness.

Die Wehrführung mit Stadtbrandinspektor Michael Meyer und Brandinspektor Franz-Josef Alshut nahm im Feuerwehrgerätehaus Geilenkirchen die Prüfung ab und gratulierte den Teilnehmern zum bestandenen Atemschutzgeräteträgerlehrgang.
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