Geilenkirchen - Baumrückschnitt im Stadtgebiet

Baumrückschnitt im Stadtgebiet

Von: Georg Schmitz
Letzte Aktualisierung:
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Von der Hubbühne aus geht es leicht an das Geäst, das an vielen Stellen der Stadt zurückgeschnitten wird. Über den Umfang beschweren sich etliche Anwohner, wie hier in der Quimperlestraße. Foto: Georg Schmitz
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„Rückschnitt“ in der Quimperle­straße – auch bis auf die Rinde.
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Ausgewählter Platz mit Ankündigung für Anwohner und Gäste.

Geilenkirchen. In diesen Tagen führen Anwohner vermehrt Beschwerde darüber, dass vielerorts noch Bäume beschnitten und Hecken entfernt würden. Was geschieht da?

„Es ist verboten, Bäume die außerhalb des Waldes, von Kurz­umtriebsplantagen – also schnell wachsende Anpflanzungen – oder gärtnerische genutzten Grund­flächen stehen, Hecken, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis 30. September abzuschneiden oder auf den Stock zu setzen“, besagt Paragraph 39, Absatz 5.2 des Bundesnaturschutz­gesetzes.

Die Stadtverwaltung Geilenkirchen lässt auch nach dem Stichtag 28. Februar die Mitarbeiter des Bauhofs weiterhin zur Kettensäge greifen, und die machen manchem dicken Geäst den Garaus. Das auffällige Baumschneiden, das die Bürger in diesen Tagen an vielen Stellen in der Stadt beobachten, können die meisten mit dem Begriff „Pflegeschnitt“ nicht in Verbindung bringen.

Manches Astwerk von Bäumen wurde derart gestutzt, dass nur noch die Krone übrig blieb. Selbst Äste mit einem Durchmesser von mehr als 20 Zentimetern wurden am Stamm gekappt. So auch eine Aktion des Geilenkirchener Bauhofs vor einem Verbrauchermarkt an der Quimperlestraße, auf die Bürger besonders aufmerksam machten.

„Wenn wir als Privatperson nach dem 28. Februar so handeln würden, hätte das eine Geldstrafe zur Folge“, schimpfte ein Passant. Die Behörden würden sich einfach über die bestehenden Verordnungen hinweg setzen.

Aber die Auslegung der Gesetze ist nicht eindeutig. „Zulässig sind schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen oder zur Gesunderhaltung von Bäumen“, heißt es nämlich weiter im Bundesnaturschutzgesetz.

„Ab dem 1. März besteht ein Baumfällverbot, grundsätzlich ist das Fällen von Bäumen in Wäldern aber ganzjährig erlaubt“, erläutert Norbert Dismon von der Unteren Landschaftsschutzbehörde, das ist der Kreis Heinsberg. Auch die Kronenpflege sei ganzjährig erlaubt, starke Ästen sollte man aber schonen.

Früher sei die Landesgesetzgebung zuständig gewesen, seit 2010 komme das Bundesrecht zum Tragen. Der Kreis Heinsberg jedenfalls halte sich an die Gesetz­gebung, so der Behördensprecher.

Grundsätzlich müsse die Verkehrssicherheit gewährleistet sein. Wenn Bäume krank sind oder umzustürzen drohen, dürften sie selbstverständlich auch entfernt werden, betont Norbert Dismon und bezieht das auch auf eine alte Buche gegenüber der Kreishandwerkerschaft in der Nikolaus-Becker-Straße, die in nächster Zeit beseitigt werden müsse.

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