Geilenkirchen-Bauchem - Bauchemer Kirche wird abgerissen

Bauchemer Kirche wird abgerissen

Von: Udo Stüßer
Letzte Aktualisierung:
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Eine Sicht auf den ersten Bauabschnitt mit Tagespflege, Pflegedienst und Seniorenwohnungen. Plan: Architekturbüro Viethen

Geilenkirchen-Bauchem. Jetzt liegen konkrete Pläne auf dem Tisch: Dort, wo jetzt noch die katholische Kirche St. Josef Bauchem und das Pfarrheim stehen, wird die Franziskusheim gGmbH auf einer über 6000 Quadratmeter großen Fläche eine Wohn- und Begegnungsstätte mit 54 seniorengerechten Wohnungen, einer neuen Tagespflege und Räume für einen ambulanten Pflegedienst bauen.

Ansgar Lurweg, Mitglied des Aufsichtsrates: „Das sind nur erste Pläne. Es ist nicht ausgeschlossen, dass sich auch noch ein Apotheker, Physiotherapeut oder Friseur niederlässt.“ Fest steht aber, dass es sich um betreutes Wohnen handelt: „Neben günstigem Wohnraum können wir bei Bedarf eine Palette von Dienstleistungen anbieten. Wir können die hauswirtschaftliche und die pflegerische Versorgung bis hin zur Tagespflege anbieten. Wir kümmern uns um die Haustechnik und bieten einen Mahlzeitendienst an“, erläutert Hanno Frenken, Geschäftsführer der Franziskusheim gGmbH. Baubeginn ist im nächsten Jahr, die Fertigstellung ist für 2017 geplant.

Die 1974 errichtete Filialkirche ist dringend sanierungsbedürftig. Mehr als 500.000 Euro müssten in die Sanierung von Dach, Fenster, Fassade und Heizung gesteckt werden. „Wir haben nicht das Geld, diese Kirche zu erhalten. Sie würde verfallen. Und irgendwann würde nur noch eine Ruine da stehen“, erklärt Pfarrer Peter Frisch, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Franziskusheim gGmbH. „Die Trauer über den Wegfall der Kirche ist nicht so groß wie die Vorteile, die sich durch den Bau ergeben. Wenn Kirche etwas Gutes tut, kann man auf das Kirchengebäude selbst verzichten“, meint dazu Bürgermeister Thomas Fiedler.

Die Pläne erläutert Dipl.-Ing. Josef Viethen vom gleichnamigen Erkelenzer Architekturbüro: „Als ersten Bauabschnitt möchte die Franziskusheim gGmbH eine neue Tagespflege , Räume für einen ambulanten Pflegedienst und etwa 18 öffentlich geförderte Wohnungen errichten.“ Ergänzt werde das Vorhaben durch ein einen „Quartierstreff“, in dem ein Café, ein Vereinsraum und ein Sakralraum geplant seien. An der Straße „Im Gang“ solle ein dreigeschossiges Gebäude errichtet werden, das durch zwei senkrecht hierzu angeordnete zweigeschossige Gebäude ergänzt werde.

In dem hierdurch gebildeten Innenraum solle ein Garten für die Tagespflege entstehen. Nachdem der erste Bauabschnitt fertiggestellt und die neue Tagespflege in Betrieb gegangen sei, solle die Kirche und das Pfarrheim mit der bestehenden Tagespflege abgerissen werden. Im zweiten Bauabschnitt würden dann voraussichtlich Eigentumswohnungen errichtet. Hier seien an das dreigeschossige Gebäude an der Straße „Im Gang“ drei senkrecht hierzu angeordnete zweigeschossige Baukörper vorgesehen.

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