Geilenkirchen - „Bauchemer Begegnungen“: Bunt, vielfältig und multikulturell

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„Bauchemer Begegnungen“: Bunt, vielfältig und multikulturell

Von: Georg Schmitz
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Egal ob Pantomime, Tanz, landestypische Speisen oder einfach nur Information: Was die Organisatoren der Bauchemer Begegnungen auf die Beine stellen, ist jedes Jahr erstaunlich. Foto: Georg Schmitz
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Egal ob Pantomime, Tanz, landestypische Speisen oder einfach nur Information: Was die Organisatoren der Bauchemer Begegnungen auf die Beine stellen, ist jedes Jahr erstaunlich. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Die Bürgergruppe Bauchem hat sich zum Ziel gesetzt, ihren Stadtteil zu einem Ort der Begegnung zu machen. In Ermangelung verschiedener Freizeiteinrichtungen hatte ein Team von „Bauchem Fans“ mit Ideengeberin Christiane Kirschbaum nach Möglichkeiten der Gestaltung von Freiräumen gesucht.

Weitere Bürger gesellten sich zu der Gruppe und brachten ihre Vorschläge mit ein, die im Herbst 2012 erstmals in ein „Fest der Begegnung“ mündeten. Das 3. Begegnungsfest zeichnete sich am Wochenende erneut durch eine Teilnahme von Menschen vieler Nationalitäten aus. Religion und Abstammung spielten keine Rolle, alle feierten gemeinsam.

Alle Bauchemer Vereine und Interessengruppen, drei Kindergärten, karitative Einrichtungen, soziale Organisationen und politische Parteien gestalteten das Fest mit. So gab selbst Bundestagsabgeordneter Norbert Spinrath am SPD-Stand Zuckerwatte und Popcorn aus. Über den Tag verteilt fanden fast 1000 Besucher den Weg zum Sportzentrum. Auf der Wiese im Schatten des abgebrannten Hallenbades präsentierten sich rund 20 Organisationen und Einrichtungen sowie Kunstschaffende.

Die Frauen der tamilischen Gemeinschaft aus dem Café Vielfalt boten leckere Spezialitäten aus ihrem Heimatland Sri Lanka an. „Ich habe selten so warmherzige Menschen erlebt, die zudem das Bedürfnis haben, zu teilen“, lobt Birgit Gerhards vom Jugend- und Sozialamt die tamilischen Familien. Gerhards führte sich einen „Sarbat“, einen Bubble Shake zu Gemüte. Das süße Getränk beinhaltet in Wasser aufgequollene Getreidesamen, die in einem Milchsirup vermischt werden.

Reshma Sheik ist Spezialistin für für Henna-Tattoos. Sie bemalt nach indischem Vorbild Hände und Arme mit einer farbigen Paste aus natürlichen Stoffen, die mit Wasser und Seife später abgewaschen werden kann. „Wir in Nordrhein-Westfalen“ ist auf einem großen Banner zu lesen. Hier stellt sich die Landsmannschaft der Deutschen aus Rußland vor, dessen Kreisgruppen-Vorsitzender Alexander Böttcher auf eine bebilderte Ausstellung in dem kleinen Zelt verweist. Der Bildungs-, Sport- und Kulturverein „Kolorit“ aus Hückelhoven ist mit im Boot. Die russisch-stämmige Gemeinschaft unterstützt landesweite Projekte und spricht Familien an, mit dem Ziel einer Teilhabe am gesellschaftlichen Leben in Deutschland.

Gleich nebenan versorgt die IG Bauchem die Gäste mit Bratwürsten. Pantomime „Scheibub“ unterhielt die Besucher, viele Einrichtungen warteten mit Informationen auf und auch das umfangreiche Bühnenprogramm konnte sich sehen lassen. Tamilischer Tanz und russische Chormusik wechselten sich ab mit einem Konzert des Trommler- und Pfeiferkorps Bauchem und Gesangsdarbietungen vom Christiane Schmitz sowie vom Duo Melanie Bernhard und Florian Kemper.

Tombola und amerikanische Versteigerung rundeten das Angebot ab. Sinn und Zweck des Festes ist es, Begegnungsplätze für Bürger zu schaffen sowie Toleranz und Vielfalt der Kulturen zu fördern. Das war den Veranstaltern einmal mehr gelungen, zum letzten Mal gefördert durch das Bundesprogramm. „Es wird ein Nachfolgeprogramm aufgelegt mit dem Titel Demokratie leben“, machte die Betreuerin des Programms, Ulla Theisling, für die Zukunft Hoffnung.

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