Geilenkirchen - Barbara Steffens für ein selbstbestimmtes Leben

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Barbara Steffens für ein selbstbestimmtes Leben

Von: Udo Stüßer
Letzte Aktualisierung:
Die ehemalige Parlamentarische
Die ehemalige Parlamentarische Staatssekretärin Christa Nickels (rechts) und Alfons Nickels freuten sich über den Besuch von Barbara Steffens im Franziskusheim. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. „Bis zum Jahr 2030 brauchen wir 37.000 zusätzliche Pflegekräfte, bis 2050 werden es 80.000 sein”, warf NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens im Festsaal des Franziskusheimes einen Blick in die Zukunft.

Deshalb forderte sie: „Wir brauchen mehr Normalität im Umgang mit dementen Menschen. Wir brauchen Veränderungen, damit wir diese Menschen versorgen können.” Steffens kritisierte, dass viele alte Menschen nicht mehr selbstbestimmt leben könnten. „Wir müssen das Selbstbestimmungsrecht wieder in den Vordergrund stellen.”

Festschnallen sei nur die Spitze des Eisberges. „Fixierung ist schon, wenn ich einem Menschen, der darauf angewiesen ist, den Rollator wegnehme oder wenn ich den Nachttisch vor sein Bett schiebe und er nicht aufstehen kann”, sagte sie. Natürlich seien ihr die Ängste bekannt, die Furcht vor Sturz oder Weglaufen des Bewohners.

Alfons Nickels, Geschäftsführer der Franziskusheim gGmbH erinnerte an den bürokratischen Aufwand durch Regressansprüche: „Trotzdem dürfen wir nicht das Haftungsrecht über das Selbstbestimmungsrecht stellen. Wir setzen für diese Menschen Normen, da müssen wir umdenken.” Und: „Der Wert einer Gesellschaft zeigt sich daran, wie wir mit dementen Menschen umgehen.” Ziel müsse sein, dass der Mensch im Alter so lange wie möglich zu Hause leben kann. Das Wohn- und Teilhabegesetz ermögliche neue Wohnformen, eine Wohngemeinschaft sei nur eine Möglichkeit. „Wir Bürger müssen uns gemeinsam auf den Weg machen und überlegen, wie die künftigen Lebensformen aussehen.”

Die Pflege, so die Ministerin, müsse man im Kontext mit dem Gesundheitswesen sehen. Auch Krankenhäuser seien nicht auf demente Patienten eingerichtet. „Zwölf Prozent der Patienten im Krankenhaus sind mittlerweile dement.”
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