Bald rollen die Bagger auf den Marktplatz

Von: Udo Stüßer
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Zwischen Hotel „Jabusch” und
Zwischen Hotel „Jabusch” und Brunnen wird der Geilenkirchener Marktplatz saniert. In den nächsten Wochen schon rollen die Bagger an. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. In wenigen Wochen schon rollen die Bagger an: Aufgrund des schlechten Zustandes und der Unfallgefahren muss der Marktplatz im Geilenkirchener Stadtzentrum saniert werden. Die Kosten belaufen sich auf rund 270.000 Euro.

Die Schäden sind insbesondere durch die starke Inanspruchnahme während der Arbeiten in den ersten beiden Bauabschnitten entstanden. Wie Hans-Josef Bröhl, Leiter des Tiefbauamtes der Stadt Geilenkirchen, am Dienstagabend im Bauausschuss erklärte, handelt es sich um den Bereich zwischen Hotel „Jabusch” und Brunnen. Da der Marktplatz im Jahre 1992 mit Fördermitteln saniert wurde, besteht noch bis zum Jahre 2021 eine Zweckbindung. Das bedeutet, dass die Oberfläche aus Naturstein-Kleinpflaster wiederhergestellt werden muss. Somit gibt es nur zwei Möglichkeiten: Sanieren oder flicken.

Im Haushalt eingeplant

Für die SPD hatte Gabi Kals-Deußen noch viele Fragen auf dem Herzen: „Wird das schöne, neue Material wenigstens die Jahre überdauern? Was ist mit dem Wochenmarkt? Könnte man die Steine nicht rausholen, säubern und wieder neu verlegen und sich somit die Sanierung sparen?” Bröhl dazu: „Die neuen Steine sind top, die werden viele Jahre halten.” Beigeordneter Hans Hausmann warnte allerdings: „Mit dem neuen Platz muss man anders umgehen. Wenn ein Zelt aufgebaut wird, dürfen keine Gabelstapler mehr fahren.”

Der Wochenmarkt könne weiterhin auf dem neuen Marktplatz stattfinden. Hausmann weiter: „Eine Alternative wäre nur, die Löcher zu stopfen. Aber dann stellt sich die Frage: Wollen wir den Marktplatz verschönern oder verschandeln?” Johann Graf wollte wissen, woher die finanziellen Mittel kommen. Außerdem kenne er keinen Beschluss eines politischen Gremiums über die Sanierung des Marktplatzes. Die Sanierung müsse die Stadt selbst bezahlen, da der Ausbau bereits vor 20 Jahren staatlich gefördert worden sei.

Die Mittel seien bereits im Haushalt eingeplant, erklärte Hausmann. Für die Sanierung einer Straße sei kein Ratsbeschluss erforderlich, teilte er weiter mit. Marko Banzet (SPD) wollte keine „lieblose Flickerei”, sondern zurückstellen, bis man den Marktplatz nach eigenen Vorstellungen ganz neu gestalten könne. „Dann muss der Platz noch neun Jahre so liegen, weil die Bindung bis 2021 besteht”, wandte Bröhl ein. Und Bürgermeister Thomas Fiedler meinte: „Wenn der Marktplatz heute wie vor 20 Jahren aussehen würde, wären doch alle zufrieden.” Das neue Material, so Fiedler weiter, könne Hunderte Jahre halten, wenn man es nicht befahre.

„Keine Kirmes-Großgeräte”

„Außerdem sind wir bei allen Planungen davon ausgegangen, dass der Marktplatz so bleibt. Ihn wollte doch keiner umkrempeln”, betonte Fiedler. Hans-Josef Paulus (CDU) erklärte: „Wir geben viel Geld aus, um die Innenstadt optimal zu verbessern. Dazu gehört auch der Marktplatz”. Markus Melchers (FDP) konnte den „Ärger der SPD verstehen”. Aber: „Wir müssen in den sauren Apfel beißen”, sagte er. Derweil betonte Fiedler: „Alle Veranstaltungen können auf dem neuen Marktplatz stattfinden. Nur die Großgeräte der Kirmes sind hier nicht verwendbar.”

Public Viewing, Jugendtag und Wochenmarkt

Bis zum Weinfest des Aktionskreises Geilenkirchen am 31. August soll der Marktplatz fertig sein.

Das Public Viewing anlässlich der Fußball-Europameisterschaft im Juni findet planmäßig statt. Allerdings wird der Großbildschirm nicht auf dem Marktplatz, sondern wenige Meter weiter vor dem Rathaus stehen.

Auch der am 23. Juni geplante Jugendtag findet statt, allerdings zwischen Kreisverkehr und Dohmens Eck.

Die Pfingstkirmes findet auf dem Beamtenparkplatz statt. Die kulturellen Begegnungen und Feiern anlässlich des Besuches der französischen Freunde aus Quimperlé an den Pfingsttagen werden im Innenhof des St.-Ursula-Gymnasiums und in der Aula stattfinden.

Auch der Wochenmarkt wird durch die Bauarbeiten nicht beeinträchtigt. Er findet, so Bürgermeister Thomas Fiedler, in vollem Umfang auf den Parkplätzen vor Haus Basten statt.

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