Geilenkirchen - Bahnunterführung in Geilenkirchen ist vom Tisch

Bahnunterführung in Geilenkirchen ist vom Tisch

Von: st
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Geilenkirchen. Die Bahnunterführung in der Innenstadt ist kein Thema mehr. Zumindest in den nächsten zehn Jahren nicht. Im März hatte der Ausschuss für Stadtentwicklung eine Entscheidung über das weitere Vorgehen zum Neubau einer Unterführung treffen sollen, dem Rat allerdings keinen Beschlussvorschlag unterbreitet.

Am Mittwoch schlug die Verwaltung dem Rat vor, das Projekt solange nicht zu verfolgen, wie die Stadt sich in der Haushaltssicherung befinde, also bis zum Jahr 2023. Hierbei sei, so die Verwaltungsvorlage, dem Stadtrat bewusst, dass das für die Bahnunterführung erforderliche Postgrundstück zwischenzeitlich anders bebaut werden könnte.

Das mache dann faktisch die Bahnunterführung unmöglich. So ganz gestrichen haben wollte Grünen-Fraktionschef Jürgen Benden die Unterführung nicht. Der Zugverkehr werde sich in den nächsten Jahren vermehren. „Die Hünshovener sind schneller in Baesweiler als in Geilenkirchen“, sagte Benden und forderte Bürgermeister Thomas Fiedler auf, aufschiebende Gespräche mit der Bahn zu führen.

Abwarten sei nicht die Lösung, meinte Bürgerlisten-Fraktionschef Christian Kravanja. „Die Kraft des Faktischen verbietet einen anderen Beschluss“, meinte er. In absehbarer Zeit stünden keine Finanzmittel zur Verfügung, und der Besitzer des Postgrundstückes könne nicht ewig hingehalten werden. „Wird, wie zu erwarten ist, das Postgrundstück zwischenzeitlich bebaut, ist die Bahnunterführung in der vorgesehenen Form ohnehin nicht mehr möglich.

Alles andere ist Augenwischerei, der Rat muss der Wahrheit ins Auge sehen.“ Für die SPD meinte Gabi Kals-Deußen: „Das Wagnis ist nicht zu stemmen.“ So sah es auch CDU-Fraktionschef Wilhelm-Josef Wolff. Bei vier Enthaltungen stimmte der Rat der Vorlage zu.

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