Bäume weg: Grüne fordern Akteneinsicht

Von: g.s.
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Geilenkirchen. Eine von der Stadtratsfraktion Bündnis90/Grüne an die Verwaltung gestellte Anfrage zum Verschwinden von Bäumen und Straßenbegleitgrün nahm bei der jüngsten Sitzung des Bauausschusses einen breiteren Diskussionsraum ein.

Einerseits ging es um verschwundene Bäume auf der Landstraße 240 am Ortseingang Waurichen, andererseits um die Beseitigung von Heckenteilen zwischen Geilenkirchen und Immendorf. Mit der Auskunft der Straßenmeisterei, dass aufgrund von Baumfäulnis vier Bäume bei Waurichen gefällt worden seien, gaben sich die Grünen nicht zufrieden.

Denn es gebe zu viele Ungereimtheiten. Vielmehr forderte ein Antrag von Bündnis90/Grüne die Verwaltung auf, die Einsicht in die entsprechenden Akten zu beantragen. Das hielten Vertreter anderer Fraktionen für übertrieben. „Wir haben das Recht Akteneinsicht zu verlangen. Es verschwinden Bäume, und keiner weiß wohin und wer es war”, so Fraktionschef Jürgen Benden.

Beigeordneter Hans Hausmann erklärte, dass es für derartige Aktionen keinerlei Aufzeichnungen gebe. Wenn die Mitarbeiter der Straßenmeisterei Fäulnis entdeckten, würden die Bäume aufgrund der bestehenden Gefahr gefällt - und das wärs. So wurde der Antrag der Grünen abgelehnt. Zum Begleitgrün an der alten B 56 bei Immendorf erklärte Hausmann, dass hier ein Pflegeschnitt erfolgt sei. Bewuchs und Stockausschlag habe in den Radweg hineingeragt und sei entfernt worden. Wenn der Verwaltung nun eine „allmähliche Heckenvernichtung” vorgeworfen werde, entbehre dies jeder Grundlage. Auch das radikale Beseitigen von einem Dutzend Bäumen und Sträuchern am 8. Juni neben dem Parkplatz „In der Au” brachten die Grünen auf die Tagesordnung. Die Verwaltung war der Auffassung, dass es sich nicht um Bäume, sondern um Stockaustriebe gehandelt habe. Ein hoher Stockaustrieb könne vom Laien durchaus als Baum angesehen werden. Der Hintergrund für die Fällmaßnahmen sei die Bitte des angrenzenden Grundstückseigentümers nach Beseitigung des Strauchwerks gewesen. Das Grün habe die Garagengrenzwand derart geschädigt, dass diese feucht geworden und eine Sanierung notwendig sei. „Das war eine Rodungsmaßnahme, die in dieser Zeit nicht hätte stattfinden dürfen”, machte Dr. Stephan Evertz (Grüne) klar. Darüber war sich die Verwaltung auch bewusst und entschuldigte sich dafür. Hans Hausmann: „Wir haben bereits Besserung gelobt”.

Verschoben wurde die Beratung über einen Antrag der SPD, der sich mit der baulichen Veränderung am Bahnübergang Lindern befasste.
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