Backen, Grillen oder Boulen: Was lässt sich umsetzen?

Von: Georg Schmitz
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Unter der Moderation von Chris
Unter der Moderation von Christiane Kirschbaum dachten die Bauchemer über die Schaffung von Bürgerplätzen nach. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen-Bauchem. Das Geschehen im eigenen Ort mit beeinflussen und entsprechende Initiativen ergreifen, das hat sich die Bürgergruppe Bauchem auf die Fahne geschrieben.

Auf Einladung der Projektgruppe hatten sich rund zwei Dutzend interessierte Frauen und Männer aus dem Geilenkirchener Stadtteil im Hallenbadrestaurant eingefunden, um über Bürgerplätze in Bauchem zu diskutieren. Und zwar im Rahmen des zwischenzeitlich sicherlich bekannten Bundesprogramms „Toleranz fördern - Kompetenz stärken”, dem sich die Stadt Geilenkirchen angeschlossen hat. Das Programm hat sich die „Förderung von in kommunaler Verantwortung liegender lokaler Aktionspläne zur Stärkung der Demokratieentwicklung vor Ort” zum Ziel gesetzt.

Bürgergruppen-Sprecherin Christiane Kirschbaum stellte mit Heike Beckers, Christel Coenen, Roswitha Eichhorn-Jordan, Kirsten Gageik, Andrea Latour und Stefan Latour das Aktionsteam vor. Neben Bürgermeister Thomas Fiedler weilte auch Markus Kaumanns als lokaler Koordinator des Bundesprogramms der Veranstaltung bei. „In Bauchem fehlen Stätten der Begegnung für Jung und Alt”, sagte Christiane Kirschbaum und wusste sich mit dieser Meinung einig mit ihren Mitstreitern. Kirschbaum warb um Unterstützung für das Projekt und wünschte sich, dass sich viele Bürger der Gruppe anschließen.

„Wenn wir durch Bauchem gehen, haben wir uns schon oft gedacht, was wäre es schön, wenn wir uns jetzt irgendwo hinsetzen könnten”, meldete sich Kirsten Gageik mit Hinweis auf fehlende Ruhebänke zu Wort. Heike Becker ist mit ihrer Familie vor 20 Jahren von Köln nach Bauchem gezogen. „In dieser Zeit hat sich der Ort verändert, es wurden immer mehr Zäune errichtet”, hat sie festgestellt. Es wäre schön, wenn ihre Kinder gemeinsam mit den Nachbarskindern verschiedener Nationalitäten wieder „barrierefrei” spielen könnten.

Stefan Latour nahm sich der Frage an, welche Straßenviertel dem 2900-Seelenort zuzuordnen sind, und kam zu dem Entschluss, dass auch die Gegend um Heine- und Goethe-straße zu Bauchem zählen. Damit nicht genug, denn SPD-Fraktionsvorsitzender Horst-Eberhard Hoffmann meldete sich zu Wort: „Ich wohne im Blumenviertel, und das ist auch als Bauchemer Platte ausgewiesen.”

Nachdem nun alle Anwesenden wussten, was flächenmäßig Bauchem zuzuordnen ist, erwartet das Projektteam Vorschläge zu gemeinsamen Aktivitäten. „Was fehlt in Bauchem?”, stellte Christiane Kirschbaum die Frage, während Stefan Latour Bilder von brachliegenden oder nicht genutzten Örtlichkeiten präsentierte.

Als durchaus realistisch wurde die Einrichtung eines Boule- oder Bolzplatzes oder eines Schachfeldes mit Großfiguren angesehen. Als Ideen wurden auch multikulturelle Feste, Grillplatz, Bürgerhaus oder der Bau eines Backes mit eingebracht. Alle Besucher waren sich im Klaren, dass nach Finanzierungen für die Projekte gesucht werden müsse. In diesem Zusammenhang gelte es, Sponsoren zu gewinnen und nach Fördertöpfen Ausschau zu halten.

Bürgermeister Fiedler riet den Zuhörern, die Bauchemer Vereine in die Bürgerplätzediskussion einzubinden. Fiedler erinnerte an die Selbstverpflichtung und Verantwortung der Bürger, die solche Sachen fordern, sich auch nachhaltig darum zu kümmern. Die Bürgergruppe Bauchem könne beispielsweise auch Kooperationen mit Schulen eingehen.

Nächstes Treffen am 1. Februar

Bei der Diskussion kristallisierte sich heraus, dass sich ein Backes gut realisieren lässt. Der Bürgermeister bestätige aus seiner Erfahrung, dass Backesfeste die Menschen magisch anziehen. So schlug Roswitha Eichhorn-Jordan vor, einen „Förderverein Backes” zu gründen, der Sponsoren akquirieren, Geld sammeln und die notwendigen Anträge stellen könne. Die einzelnen Vorschläge werden von der Bürgergruppe gesammelt und ausgewertet.

Das nächste Treffen ist am 1. Februar, 19 Uhr, im Versammlungsraum des Hallenbadrestaurants.
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