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Awacs-Verband: Neues Rechenzentrum vor Vollendung

Von: Udo Stüßer
Letzte Aktualisierung:
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Das neue Rechenzentrum mit einer Gesamtfläche von 4200 Quadratmetern wird im Juni übergeben. Dann starten der Teilabriss und die Sanierung des bisherigen IT-Zentrums (links im Bild). Foto: Udo Stüßer

Geilenkirchen. Große Bauprojekte in einer Größenordnung von insgesamt 57 Millionen Euro werden derzeit auf der Awacs-Basis realisiert. Der erste Bauabschnitt der Startbahn-Sanierung, die insgesamt rund 18 Millionen Euro verschlingen wird, wurde in diesen Tagen erfolgreich abgeschlossen. Und das nächste Großprojekt steht vor der Vollendung.

Thorsten Wahl, als Leiter der Abteilung Infrastruktur zuständig für die Unterhaltung und Wartung der rund 330 Gebäude auf dem Flugplatz, blickt nicht ohne Stolz auf das neue Rechenzentrum, das mit einem Kostenaufwand von ebenfalls 18 Millionen Euro gebaut wird. Damit ist es das größte Bauvorhaben seit Bestehen des Awacs-Verbandes auf dem Flugplatz.

Im Dezember 2012 war die Grundsteinlegung, im Juni soll das Herzstück des E-3A-Verbandes, das dem spanischen Kontingent des E-3A-Verbandes untersteht, an Oberst Juan Del Rio Nieto übergeben werden. 166 Menschen werden hier ihren Arbeitsplatz haben. In diesen Tagen nehmen Handwerker die letzten Arbeiten vor der endgültigen Fertigstellung in Angriff. Entworfen wurde der Bau von den Jerusalem-Ingenieuren aus Aachen. Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb Aachen, der mit etwa 30 Mitarbeitern auf dem Flugplatz vertreten ist, hat die Aufträge für den Bau vergeben. „Am Bau waren mehr als 25 Firmen beteiligt, die meisten aus der Umgebung“, erklärt Wahl.

Neues Feuerwehrhaus

Derweil haben auch schon die vorbereitenden Maßnahmen für den Bau des neuen Feuerwehrhauses begonnen, dessen Errichtung mit neun Millionen Euro veranschlagt wurde. Der Boden wird für die Errichtung des Hauses vorbereitet, Versorgungsleitungen werden umgelegt. Mit dem Hochbau soll im August begonnen werden, mit der Fertigstellung ist 2016 zu rechnen.

Für die Erneuerung der Einbruchmeldeanlage mit hochmodernen Kameras und Sensoren sowie der Zäune haben die Nato-Staaten zwölf Millionen Euro genehmigt. Für kleine Sanierungs- und Renovierungsarbeiten auf dem Platz hat Thorsten Wahl etwa vier Millionen Euro eingeplant. Für kleinere Maßnahmen hat der Verband jedes Jahr ein Budget von etwa vier bis sechs Millionen Euro.

Software für Flugzeuge

Das Gebäude, in dem das Rechenzentrum derzeit noch untergebracht ist, stammt aus dem Jahr 1981. Hier stehen die Server des Verbandes, hier wird die Software für das E-3A-Flugzeug gepflegt. In Gebäude 216 stehen aber auch der Flugsimulator und zwei Mission-Simulatoren, in denen nicht das Cockpit des Frühwarnflugzeuges, sondern die Arbeitsplätze der E-3A simuliert werden. „Das Gebäude wies brandschutztechnische Mängel und Arbeitsschutzmängel auf. Auch war eine energetische Sanierung erforderlich“, erklärt Nato-Zivilist Thorsten Wahl.

Der Bauingenieur hatte Pläne vorgelegt, denen zufolge ein Teilabriss von Gebäude 216 und ein Neubau in unmittelbarer Nachbarschaft wirtschaftlicher ist als eine Sanierung. Die 28 Nato-Staaten gaben dazu im Brüsseler Hauptquartier grünes Licht. Wenn die IT-Spezialisten im Juni nach eineinhalbjähriger Bauzeit in den Neubau eingezogen sind, wird Gebäude 216 teilweise abgerissen, der verbleibende Teil wird saniert. Dieses ist dann als Unterkunft für die Simulatoren vorgesehen. Eine Brücke verbindet jetzt schon beide Bauwerke.

Das drei Stockwerke hohe Gebäude ist einbruchhemmend und mit einem hochmodernen Alarmsystem abgesichert. Die Klimaanlage ist in jedem Büro individuell zu bedienen.

Da naturgemäß sehr viele Computerkabel den Boden durchziehen, wurde auf eine Fußbodenheizung verzichtet und diese stattdessen in die Decken eingebaut. Die moderne Gebäudetechnik wird auch durch eine für Rechenzentren übliche Gaslöschanlage komplettiert.

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