Geilenkirchen - Awacs: Doppelter Kommandowechsel auf dem Flugplatz Teveren

Awacs: Doppelter Kommandowechsel auf dem Flugplatz Teveren

Von: Udo Stüsser
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Über den Köpfen der angetret
Über den Köpfen der angetretenen Soldaten kamen zu Ehren des scheidenden Kommandeurs Burkhard Pototzky zwei Eurofighter und eine Awacs-Maschine im Tiefflug am Hangar vorbei. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Das Marine-Musikkorps Nordsee marschierte in den Flugzeughangar ein, vorbei an den angetretenen Soldaten, hier beschäftigten Zivilisten und rund 300 geladenen Gästen aus Militär, Politik, Wirtschaft und gesellschaftlichem Leben.

Vorneweg die Fahnenträger mit den Flaggen des Geilenkirchener Awacs-Verbandes, des übergeordnen Force Command im belgischen Mons und der Nato. Doppelter Kommandowechsel auf dem Nato-Flugplatz Teveren: Brigadegeneral Andrew Mueller von der amerikanischen Luftwaffe übernahm am Donnerstagnachmittag das Kommando über den in Geilenkirchen stationierten Awacs-Verband von dem deutschen Brigadegeneral Burkhard Pototzky.

Pototzky übernimmt nun das ISAF-Kommando in Masar-e Scharif in Afganistan. Gleichzeitig übergab der Kommandeur der gesamten Frühwarnflotte, der amerikanische Generalmajor Stephen D. Schmidt, das Kommando an den deutschen Generalmajor Jochen Both. Stephen D. Schmidt, vor Pototzky Kommandeur in Geilenkirchen, geht in den Ruhestand.

Der amerikanische Admiral James Stavridis, Oberster Befehlshaber der Alliierten Streitkräfte Europas im belgischen Mons, erklärte in seiner Ansprache, dass das Militär in früheren Zeiten Mauern zwischen den Staaten aufgebaut habe. „Im 21. Jahrhundert bauen wir Brücken”, sagte er und erinnerte an die schwierigen Einsätze in Afghanistan. Der Admiral verglich den Kommandeur eines Verbandes mit einem Kapitän, der ein Schiff durch die wilde See steuert. Der Kapitän müsse jederzeit ruhig und wachsam sein. Ein Kommandeur müsse schon eine besondere Qualität haben, um solch eine Einheit zu führen. Stavridis lobte die gute Arbeit eines außergewöhnlichen Teams.

Auch Stephan D. Schmidt ging auf die Einsätze in Afghanistan ein. 600 Missionen habe der Verband geflogen. Durch Awacs könnten schnelle Entscheidungen getroffen werden, es könne schneller reagiert werden. „Awacs rettet Leben in Afghanistan.” Vom italienischen Trapani aus sei der Awacs-Verband 247 Mal zu Libyen-Einsätzen aufgebrochen. Im Rahmen von „Unified Protector” habe Awacs dazu beigetragen, die libysche Bevölkerung zu schützen. Die Nato-Führung habe betont, dass sie ohne den Verband nicht so effektiv habe arbeiten können. „Wenn Awacs fliegt, folgt der Frieden”, betonte der scheidende Force Commander.

Pototzky bezeichnete seinen Einsatz als einen Höhepunkt in seiner Karriere und lobte die erfolgreiche Arbeit des Verbandes. Dabei dankte er allen Angehörigen für die exzellente Arbeit, für Überstunden und Wochenenddienste, und lobte das gute Verhältnis mit der Bevölkerung.

Seine Rede unterbrachen eine Awacs-Maschine und zwei Eurofighter, die ihm zu Ehren im Tiefflug am Hangar vorbeijagten. Sein Nachfolger, Andrew Mueller, bezeichnete es als Privileg, wieder nach Geilenkirchen zurückzukehren und hier die Führung zu übernehmen. Vor 15 Jahren war er bereits in Geilenkirchen stationiert. Nun könne er alte Freundschaften vertiefen und neue knüpfen, freute er sich. Der neue Force Commander Jochen Both betonte: „Awacs ist ein wichtiges militärisches Werkzeug in der Politik vor allem, um den Frieden zu wahren.”
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